Mittwoch, 19. August 2015

OSZE klagt über massive Behinderung ihrer Arbeit in der Ostukraine

Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) klagt über massive Gefährdung ihrer Arbeit in der Ostukraine.

Foto: © APA/EPA

Die Beobachter würden im Konfliktgebiet bedrängt und beschossen, sagte der Chef der OSZE-Beobachtermission, Ertugrul Apakan, am Mittwoch in Wien. Die Sicherheit der Beobachter werde „so stark auf die Probe gestellt wie nie zuvor“.

Die Beobachter würden nicht nur belästigt, sagte Apakan. Es sei auch schon mit schweren Waffen auf sie gezielt und sogar geschossen worden.

Der bisher schlimmste Vorfall sei der Brandanschlag auf vier Fahrzeuge der OSZE in der Rebellenhochburg Donezk Anfang August gewesen, sagte der Missionsleiter. Es habe sich wahrscheinlich um einen „direkten Angriff gegen die Mission“ gehandelt, „um ihren Einsatz zu sabotieren“.

Im Osten der Ukraine gab es trotz einer offiziell geltenden Waffenruhe zuletzt wieder heftige Gefechte zwischen Regierungstruppen und Separatisten. Um zu verstehen, was die Kämpfe ausgelöst habe, sei es entscheidend, Zugang zu den Schauplätzen der Kampfhandlungen zu bekommen, sagte Apakans Stellvertreter Alexander Hug der Zeitung „Die Welt“. Den OSZE-Beobachtern werde aber der Zugang zu bestimmten Gebieten verwehrt.

apa/afp/dpa

stol