Donnerstag, 28. April 2022

2 Mafiosi in Südtirol

Film ab, Klappe auf, Kamera läuft – so oder ähnlich dürfte ab 2. Mai das Filmset des 1. Südtiroler Comedy-Spielfilms „Joe der Film“ gestartet werden. Kopf des ambitionierten Filmprojekts ist Thomas Hochkofler, der gleich mehrere Rollen vor und hinter der Kamera verkörpern wird.

Haben 24 Drehtage und eine aufwändige Filmproduktion vor sich: Die Crew von „Joe – der Film“. - Video: stol

Mit Humor ist nicht zu spaßen, denn er verlangt seinen Schöpfern in der Regel alles ab. So gehen die Initiatoren des ersten Südtiroler Comedy-Films mit dem Titel „Joe der Film“ auch mit der nötigen Ernsthaftigkeit und Professionalität an ihr Filmprojekt, das am Mittwoch im Bozner Modehaus Oberrauch Zitt vorgestellt wurde.

Dabei wird sich eine rund 30-köpfige Filmcrew ab 2. Mai an 24 bereits feststehenden Drehtagen mächtig ins Zeug legen, damit das humoristische Werk noch im Oktober im gesamten Land ausgestrahlt werden kann. „Es geht ein langjähriger Wunsch in Erfüllung, wir werden eine Vielzahl an Comedyfiguren der vergangenen 20 Jahre auf die Leinwand bringen“, erklärte Thomas Hochkofler, der seinerseits 3 Figuren verkörpern wird und zudem als Drehbuchautor und Regisseur fungiert. Er müsse aus Spargründen nunmal möglichst viele Rollen selbst übernehmen, entsprechend lautet die Losung „Low Budget – High Quality“.

Der „Kaiser“, „der Luis von Ulten“, Sepp Messner Windschnur und Max von Milland als Gaststars

Hochkofler ist aber Teamplayer genug, um eine Vielzahl an versierten Südtiroler Schauspielern in sein Werk mit einzubinden, darunter neben den weiteren Hauptdarstellern Lukas Lobis und Anna Unterberger etwa auch Georg Kaser, Margot Mayrhofer, Peter Schorn, Alexa Brunner, Massimo Cattaruzza, Katharina Gschnell, Theo Hendrich und viele weitere mehr. Als Gaststars werden auch Robert Palfrader, vor allem bekannt aus seiner Paraderolle „Wir sind Kaiser“, Manfred Zöschg, Max von Milland sowie Sepp Messner Windschnur einen Auftritt haben.

Ohne das Zusammenspiel vieler Akteure am Set wäre eine derartige Produktion undenkbar – so laufen die Fäden bei Produzent Markus Frings, Produktionsleiter Norbert Vieider, Aufnahmeleiter Matthias Keitsch, Location Manager Robert Ausserer, Bildregisseur (DOP) Harald Erschbaumer, Kameramann Lukas Kobler, Co-Regisseurin Lisa Maria Kerschbaumer und weiteren rauchenden Köpfen zusammen.

Road-Tour des Films startet am 23. September

„In Österreich, Bayern und der Schweiz sind Mundart-Filme sehr erfolgreich, hier hingegen fehlt so was noch“, meinte Hochkofler und mimte daraufhin in unverkennbarer Art und Weise den berühmtesten Watter des Landes. Gut möglich, dass sich auch dieser zu einem Filmauftritt überreden lässt.

Lukas Lobis stellte die beachtliche Sponsorenliste vor und wies darauf hin, dass „Joe der Film“ zu einem Viertel durch Privatsponsoren finanziert wird, Gastgeber Heiner Oberrauch und Kulturlandesrat Philipp Achammer priesen beide die „authentische Kraft“ des Hochkofler'schen Humors an. Die Road-Tour des Films startet ab dem 23. September. Es folgen eine Vielzahl an Terminen in den Vereinssälen des gesamten Landes.

Ach ja, da war noch die Story, die nicht unerwähnt, aber auch nicht ausgeplaudert werden soll: Die beiden Mafiosi Alfredo und Pasquale sollen für den Clan des mächtigen Paten „Zio Terenzio“ endlich auch das Land der blauen Schürzen übernehmen, es ist als letzte italienische Region noch nicht in seiner Hand. Eigentlich ein Kinderspiel für die beiden Vollblut-Mafiosi, bekämen sie es da bloß nicht mit Joe von Afing und dem Motschuner Peppm zu tun.

az

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