Wie Sie Achtsamkeit effizient trainieren können und welche Übungen dabei helfen, erklärt Neuromentaltrainerin Doris Ebner.<BR /><BR />Zugegeben, besonders am Anfang kann es ziemlich frustrierend sein: Endlich haben wir den Entschluss gefasst, etwas zum Positiven zu verändern und uns ganz auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, da schweifen unsere Gedanken auch schon ab. <BR /><BR />Jeder Versuch, die Aufmerksamkeit wieder zurück in den gegenwärtigen Moment zu bringen, scheitert schon nach wenigen Sekunden, sodass wir es irgendwann aufgeben. <BR /><BR />Wieso sollten wir unsere kostbare Zeit auch für etwas verschwenden, das am Ende gar nicht klappt? Oder kann es vielleicht sein, dass wir einfach zu wenig Geduld aufgebracht haben? Kann sein! Und wie! <h3> Achtsamkeit wie einen Muskel trainieren</h3>Mit der Achtsamkeit verhält es sich wie mit einem Muskel, der durch eine spezifische Übung gestärkt werden soll. Am Anfang fällt es uns vermutlich schwer, die Bewegung mehrmals hintereinander ohne Schmerzen auszuführen, da das Gewebe noch zu schwach ist, um der Belastung standzuhalten. <BR /><BR />Wiederholen wir das Ganze jedoch immer und immer wieder, so gewinnt der Muskel an Kraft, bis die Übung schließlich ohne große Anstrengung gelingt. Entsprechend umgemünzt heißt dies also: Achtsamkeit ist eine Sache des Trainings. Je öfter, desto besser. Das einzige „Hilfsmittel“, das wir dafür benötigen, sind wir selbst.<BR /><BR />Anstatt die Außenwelt zu beobachten, können wir nämlich erstmal damit beginnen, unseren Blick nach innen zu richten und unseren Körper bewusst wahrzunehmen. Die Signale, die uns auf diese Weise erreichen, liefern uns wichtige Informationen über unsere Bedürfnisse und Befindlichkeiten und nehmen – oft im Verborgenen – entscheidenden Einfluss auf unsere Gedanken. <BR /><BR />Eine gute Körperwahrnehmung gilt daher als wertvolle Ressource für Gesundheit und Wohlbefinden. Vorausgesetzt, wir gehen nicht mit uns ins Gericht. Denn auch hier gilt: Nicht alles will beurteilt werden! Hinsehen reicht, um zu verstehen!<h3> Innehalten: Kleine Übung für den Alltag</h3>Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, sich besser kennenzulernen und sich auf das Abenteuer Achtsamkeit einzulassen, probieren Sie die folgende Übung aus: Nehmen Sie sich mehrmals am Tag einfach so ein paar Minuten Zeit. <BR /><BR />Bleiben Sie stehen oder setzen Sie sich bequem hin, atmen Sie tief durch und beobachten Sie, was genau in diesem Moment in Ihnen vorgeht. Sind Ihre Muskeln angespannt oder locker, haben Sie irgendwo Schmerzen oder sind Sie ausgeglichen und kraftvoll?<BR /><BR /> Achten Sie gleichzeitig auch auf Ihre Gefühlswelt. Welche Emotionen kommen in Ihnen hoch und wie ist Ihr Gemütszustand? Sie werden sehen, mit der Zeit werden Sie immer sensibler für feine Nuancen und geben sich gleichzeitig die Möglichkeit, ohne großen Aufwand Kraft zu tanken.<BR /><BR />