Montag, 12. Oktober 2015

Arbeiteten im gleichen Spital: Schwestern nach Jahrzehnten vereint

Sie können es selber kaum glauben: Zwei südkoreanische Schwestern, die als Kinder auseinandergerissen wurden, haben sich nach 40 Jahren zufällig in einem US-Spital wiedergefunden.

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Sie hatten dort beide Jobs auf der selben Station. Die Kolleginnen wurden zu Freundinnen, tauschten ihre Geschichte aus und entdeckten erstaunliche Gemeinsamkeiten. Ein DNA-Test bestätigte nun, dass sie Schwestern sind.

„Es ist kaum zu fassen. Wir sprechen von einem Wunder“, sagte Aimee Bennett, Sprecherin des Doctors Hospital of Sarasota (Bundesstaat Florida) am Montag. „Die beiden Frauen könnten nicht glücklicher sein.“

Der Zeitung „Sarasota Herald-Tribune“ zufolge war die fünfjährige Pok-nam Shin nach dem Tod ihres Vaters, eines Alkoholikers, in einem Waisenhaus in ihrer Heimatstadt Pusan in Südkorea gelandet. Ihre Stiefmutter hatte zuvor mit Pok-nams jüngerer Halbschwester Eun-Sook die Familie verlassen.

Eun-Sook, die sich kaum an ihre Kindheit erinnern kann, wurde 1976 von Eheleuten in den USA adoptiert, Pok-nam zwei Jahre später ebenfalls von einem amerikanischen Paar.

Die eine wurde zu Meagan Hughes, die andere zu Holly Hoyle O'Brien. Beide wuchsen in verschiedenen US-Bundesstaaten auf, wurden Krankenpflegerinnen und bewarben sich am Ende zufällig im selben Krankenhaus in Sarasota.

Holly, heute 46, begann dort ihren Job im vergangenen Jänner, Meagan (44) im März. Mitte August traf dann das Ergebnis des DNA-Tests ein. „Ich dachte, das kann nicht wahr sein“, zitierte die „Herald-Tribune“ Holly. „Ich habe vor lauter Aufregung am ganzen Körper gezittert.“

apa/dpa

stol