Donnerstag, 14. Juli 2016

Barbie nimmt Anlauf aufs Weiße Haus

Frauen an die Macht: Pünktlich zum Auftakt der heißen Phase des Wahlkampfs in den USA bringt der Hersteller Mattel zwei Kandidaten-Barbies auf den Markt. Das im Doppelpack verkaufte Frauen-Power-Duo soll eine Kandidatin für das Amt der US-Präsidentin und eine Mitbewerberin für die Vizepräsidentschaft darstellen, teilte Mattel am 13. Juli (Ortszeit) mit.

Barbie-Präsidentin und ihre Vize-Präsidentin gibt es in allen Haar- und Hautfarben. - Foto: mattel.com
Barbie-Präsidentin und ihre Vize-Präsidentin gibt es in allen Haar- und Hautfarben. - Foto: mattel.com

Die Puppen sollten Mädchen dazu anregen, selbst einmal eine Führungsrolle anzustreben, sagte Mattel-Vizepräsidentin Lisa McKnight. „Mit der Präsidentinnen- und der Vizepräsidentinnenpuppe wollen wir unsere Bemühungen fortsetzen, Mädchen für inspirierende Karrierewege zu gewinnen, auf denen Frauen bisher unterrepräsentiert sind.“

"Barbie for President" bereits seit 1992

Mattel hatte seit 1992 regelmäßig Kandidatinnen-Barbies auf den Markt gebracht – bisher aber nur als Präsidentschaftsbewerberin, nicht als Duo mit Anspruch auch auf das Vizepräsidentenamt. Bei der Konzeption der neuen Puppen arbeitete der Konzern nach eigenen Angaben mit der regierungsunabhängigen Gruppierung „She Should Run“ zusammen, die sich für die Förderung von Frauen in Spitzenpositionen einsetzt.
Barbie-Puppen werden von Kritikern als Inbegriff eines überkommenen, auf Äußerlichkeiten reduzierten, Frauenbildes angesehen. Mattel bemüht sich aber in jüngster Zeit vermehrt, dieser Kritik die Spitze zu nehmen. So wurde die Barbie-Palette im Vorjahr um 23 Puppen mit unterschiedlichen Hauttönen und einem normalen, flachen, Fuß erweitert. Im Jänner stellte das Unternehmen eine weitere Barbie-Linie vor, mit „kurvigen“ Puppen und solchen, die wie Frauen im wirklichen Leben auch einen Bauch haben.

apa/afp

stol