„Mir geht es wirklich gut. Ich bin sehr dankbar“, sagte Clinton am Freitagabend vor seiner Villa in Chappaqua bei New York zu Journalisten. Er sei Anfang der Woche durch ein „Kribbeln, nicht durch Schmerzen“ aufmerksam geworden und habe seinen Kardiologen zu Rate gezogen.Zu keiner Zeit habe er Angst vor dem Eingriff gehabt. Clinton waren am Donnerstag in eine verstopfte Herzarterie zwei Stents eingesetzt worden. Er hatte den Eingriff ohne Narkosemittel voll miterlebt, sagte er. „Ich war wach und wollte zuschauen“.Im selben Hospital hatte er fünf Jahre zuvor bereits einen Vierfach-Bypass bekommen. „Sie kennen sich (mit diesem Eingriff) bestens aus“, erklärte der Ex-Präsident gut gelaunt über seine Ärzte. „Es fühlte sich für mich so an, als würden sie lediglich eine Reparatur vornehmen“.Clinton gilt neben Jimmy Carter als einer der aktivsten Ex-Präsidenten der USA. Als Sonderbeauftragter von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon für Haiti pendelt er seit vier Wochen zwischen dem von einem verheerenden Erdbeben heimgesuchten Land und New York und wirbt zudem weltweit um Spenden. Zudem war er auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos.Einen Monat nach dem Jahrhundertbeben in Haiti sprach Clinton Spendern, Helfern und den Betroffenen in Haiti seine Anerkennung aus. Dank der großzügigen Unterstützung von Institutionen und privaten Spendern in aller Welt könnten die Überlebenden der Naturkatastrophe mit Wasser, Nahrung, medizinischen Hilfsmitteln und Notunterkünften versorgt werden.Aber auch die Haitianer hätten Großes geleistet: „Heroische Retter gruben ihre Lieben mit bloßen Händen aus den Trümmern, Ärzte führten Operationen ohne Narkosemittel durch und Nachbarn halfen Nachbarn, vor allem auch den Kindern, die durch das Beben zu Waisen wurden (...)“, lobte Clinton, der für die Vereinten Nationen die internationale Hilfe in dem Karibikstaat koordiniert.Wenn sich die Lage in Haiti wieder so weit erholt habe, dass die Menschen dort von einer Woche zur anderen leben könnten – und nicht nur von Tag zu Tag -, werde der Aufbau eines neuen und besseren Haitis beginnen, versprach Clinton. Seinen Aufrufen zur Hilfe für Haiti waren mehr als 200 000 private Spender gefolgt. Der aktive Ex-Präsident war erst am Freitagmorgen nach einem kardiologischen Eingriff in New York wieder aus dem Krankenhaus entlassen worden. apa/dpa/afp