Derzeit sind 117 Männer im Gefängnis an der Bozner Dantestraße untergebracht, obwohl die offizielle Kapazität nur 88 Plätze beträgt. <BR /><BR />Gestern hat Bischof Ivo Muser in der Gefängniskapelle mit den Häftlingen die traditionelle Wortgottesfeier vor dem Osterfest gefeiert. Angesichts der Überbelegung und der prekären Raumsituation richtete er einen dringenden Appell an die Entscheidungsträger, den Neubau des Gefängnisses zur Priorität zu machen.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1010982_image" /></div> <h3> Appell für raschen Neubau</h3>Dabei erneuerte der Bischof seinen Appell an die Verantwortlichen, den Bau des neuen Gefängnisses anzugehen: „Wie bei meinem letzten Besuch hier in dieser Haftanstalt bringe ich auch heute wieder meine Hoffnung zum Ausdruck, dass es bald zum Bau des neuen Gefängnisses kommt. Darüber wird schon seit vielen Jahren gesprochen.“ Für das Personal müsse ebenfalls eine würdige Arbeitsumgebung gewährleistet sein. Nur in einer zeitgemäßen Haftanstalt könnten Gefangene resozialisiert werden und ihre Zeit mit sinnvollen Tätigkeiten ausfüllen, wie es einem modernen Strafvollzug entspreche. <h3> Botschaft an die Gefangenen</h3>Der Bischof wandte sich direkt an die Gefangenen mit den Worten: „Liebe Häftlinge, niemand von uns nimmt das, was ihr getan habt, auf die leichte Schulter. Und dieser Gottesdienst soll nicht den Eindruck erwecken, als wäre alles in Ordnung. Ihr müsst die Verantwortung für die Fehlentscheidungen in eurem Leben tragen. Aber dennoch darf keiner von euch seine Würde oder seinen Wert verlieren. Gott möchte euch mit seiner Vergebung dabei unterstützen, euer Leben gerade dort zu ändern, wo ihr gescheitert seid.“ <BR /><BR /><BR />