Freitag, 25. März 2016

Eine Stunde weniger schlafen: Was halten Sie von der Sommerzeit?

Langschläfer werden sich an diesem Sonntag ärgern, denn in fast ganz Europa beginnt in der Nacht die Sommerzeit. Von Samstag auf Sonntag werden die Zeiger um 2.00 Uhr morgens auf 3.00 Uhr vorgestellt. Den Menschen wird also eine Stunde „gestohlen“.

Die Zeitumstellung steht an.
Die Zeitumstellung steht an. - Foto: © APA/EPA

In diesem Jahr erfolgt die Umstellung zur mitteleuropäischen Sommerzeit (MESZ) von Samstag, 26. auf Sonntag, 27. März.

In Italien und Frankreich galt die Zeitumstellung schon seit 1966 und 1967. Bis 1995 endete die Sommerzeit Ende September. Seit 1996 dauert sie wie in allen anderen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union jeweils vom letzten Sonntag im März bis zum letzten Sonntag im Oktober. Dann werden die Uhren wieder eine Stunde zurückgestellt.

STIMMEN SIE AB: Was halten Sie von der Umstellung auf die Sommerzeit?

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Die Zeitumstellung wird in der Regel mit der besseren Nutzung des Tageslichts begründet, weil es – an der Uhrzeit gemessen – während der Sommerzeit abends eine Stunde länger hell ist. Das verschafft mehr Lebensqualität und soll Energie sparen.

Innere Uhr lässt sich nicht so leicht umstellen

Kritiker fordern immer wieder die Abschaffung der Zeitumstellung. Sie bemängeln, dass Menschen und Tiere oft tagelang mit Anpassungsschwierigkeiten an die Sommer- bzw. Winterzeit zu kämpfen haben.

Denn die Umstellung bringt unsere innere Uhr durcheinander. Zahlreiche Menschen leiden bei jeder Uhrumstellung an Müdigkeit und Schlafstörungen. Sie sind gereizt und unkonzentriert.

Umfragen haben ergeben, dass besonders Berufstätige betroffen sind. Dabei fällt insbesondere der Übergang zur Sommerzeit schwer, bei dem eine Stunde Schlaf geopfert werden muss. Schlafforscher empfehlen daher Kindern und älteren Menschen, schon einige Tage vor dem Termin je eine Viertelstunde früher zu Bett zu gehen, um sich besser an die Zeitumstellung gewöhnen zu können.

Wer hat an der Uhr gedreht?

Für den technischen Ablauf der Zeitumstellung sind etwa in Deutschland die Wissenschaftler der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig zuständig. Sie sorgen dafür, dass das entscheidende Signal von einem Sender im hessischen Mainflingen ausgesendet wird, so dass sich Millionen von Funkuhren in Deutschland nachts ganz automatisch umstellen.

„Alle Geräte sind so programmiert, dass sie selbstständig umschalten.“ Dass dabei etwas schiefgeht, sei äußerst unwahrscheinlich, meint der Atomphysiker, der bereits über 50 Zeitumstellungen bei der PTB mitgemacht hat. Er freue sich darauf, dass es abends wieder eine Stunde länger hell bleibt.

dpa/stol

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