Mittwoch, 20. Juli 2016

Elton John: Kampf gegen Aids muss sexuelle Minderheiten einschließen

Die Bemühungen zum Beenden der Aids-Epidemie bis 2030 können Elton John zufolge nur erfolgreich sein, wenn sie Menschen aller sexuellen Orientierungen einbeziehen.

Elton John
Elton John - Foto: © APA/AFP

„Wenn das nicht passiert, wird der Kampf ein Disaster werden“, sagte der Musiker am Mittwoch auf der Welt-Aids-Konferenz im südafrikanischen Durban.

Die Beteiligung von Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transsexuellen (LGBT) sei bei der Überwindung von HIV entscheidend, mahnte John.

Dies gelte besonders in Afrika, wo Angehörige sexueller Minderheiten noch häufig diskriminiert oder sogar strafrechtlich verfolgt würden. „Das wird sich mit Sicherheit ändern“, zeigte er sich optimistisch. Schließlich sei man in den 1960er-Jahren als Schwuler in England auch noch strafrechtlich verfolgt worden.

Mit einer neuen Initiative will Elton Johns Aids Stiftung (EJAF) daher besonders Menschen der LGBT-Community in Afrika unterstützen. „Es ist ein Anfang“, erklärte John. „Wir werden dranbleiben bis es kein Stigma, keinen Hass mehr gibt“, sagte er.

Weltweit sterben jedes Jahr 1,1 Millionen Menschen an den Folgen der vom HI-Virus ausgelösten Immunschwächekrankheit Aids. Die noch bis Freitag dauernde Welt-Aids-Konferenz in Südafrika bringt rund 18 000 Forscher, Aktivisten und Regierungsvertreter zusammen.

dpa

stol