Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Kulturgüter, Sagen und Geschichte, Flora und Fauna. <b>von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Nordöstlich oberhalb St. Walburg in Ulten befindet sich das relativ ausgedehnte, seit 1308 urkundlich fassbare Höfegebiet, das in der einstigen Ultner Gebietseinteilung als Durachwerch bezeichnet wurde. Heute umfasst es unter anderem die für uns interessanten Höfe bzw. Hofgruppen Unter-, Außer- und Innerdurach.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1022283_image" /></div> <BR /><BR />Zwei sogenannte Themenwege, nämlich der in diesem Bereich hoch über dem Tal die Wald- und Wiesenhänge durchquerende „Ultner Talweg“ und der aussichtsreiche „Sunnenseitnweg“ bieten die Möglichkeit zu unserer Rundwanderung, die wir unterhalb des Kirchhügels von St. Walburg beginnen und beenden und die uns die einzigartige Ultner Höfelandschaft kennenlernen lässt.<BR /><BR />Der uralten Route folgend, die von St. Walburg hinaus zum Höhenheiligtum St. Helena und weiter nach St. Pankraz führt, wandern wir zuerst noch an Höfen vorbei und dann durch Wald- und Wiesenhänge nahezu eben hinaus zum stattlichen Hof Unterdurach, dessen altes Wohnhaus mit seinem auffallenden Kruzifix noch seine Ursprünglichkeit bewahrt hat. Hier blicken wir hinüber zum Laugen, hinaus über das Tal und hinauf zu den Höfen am Bircherberg. <BR /><BR />Von Unterdurach führt uns ein breiter Verbindungsweg hinauf zum kleinen Weiler Außerdurach gegenüber der markanten Ultner Hochwart. Von den 3 Höfen wird der Ludlhof durch das schöne Legschindeldach auf dem Futterhaus und die unten beschriebenen Marterlen besonders gekennzeichnet, während beim Stiendlhof das malerische Zuhöfl auf uns herunterschaut.<BR /><BR />Von Außerdurach wandern wir auf dem „Sunnenseitnweg“ weiter zum Thalhof, der in einer breiten, mittelsteilen Wiesenmulde liegt, und dann hinaus zu den beiden Höfen zu Eggen, die mit 1422 Metern den höchsten Punkt unserer Wanderung markieren.<BR /><BR />Nur wenig weiter westlich liegt schließlich die Ansiedlung Innnerdurach mit zwei Höfen, überragt vom Peilstein, einem der Ultner Hausberge. Hier, wo wieder ein großes Legschindeldach und die typische Ultner Bauweise beeindrucken, beenden wir die Höhenwanderung von Hof zu Hof, um über den „Sunnenseitnweg“ nach St. Walburg abzusteigen und zum Ausgangspunkt zurückzukehren. <h3> Die Marterlen am Ludlhof</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1022286_image" /></div> <BR />Am Ludlhof in Außerdurach berichten 3 „Marterlen“ von schweren Schicksalsschlägen vor 150 Jahren. Dem ersten entnehmen wir, dass im Mai 1871 der 27-jährige Josef Windegger „beim Tasenschneiden“ (Gewinnung von Fichtentrieben als Viehfutter) tödlich vom Baum gestürzt ist. Die beiden anderen Tafeln erinnern an die jungen Brüder Anton und Mathias Gamper , die 2 Jahre später von einem umstürzenden Holzstoß erdrückt wurden.<h3> Die Tour im Überblick</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1022289_image" /></div> <BR /><BR /><Gotham_Bold>Wegverlauf:</Gotham_Bold> Anfahrt durch das Ultental nach St. Walburg bzw. bis zu einem linkerhand liegenden Parkplatz nahe dem Café Wildbach (1150 m). Von dort mit Markierung 5 (Wegweiser „St. Helena“, „Ultner Talweg“) auf Höfestraße hinauf und bei Weggabel rechts zum letzten Hof (Oberberg); dann auf breitem Weg in weitgehend ebener Wanderung quer durch Wiesen und Wald ostwärts und kurz auf der Höfestraße zum Gehöft Unterdurach (1270 m). Dann oberhalb der Baulichkeiten (Wegweiser) links auf dem „Sunnenseitnweg“ in 20 Min. hinauf zu den Höfen Außerdurach (1360 m; ab Start 1 <EinHalb></EinHalb> Std.). Hier wieder bei Wegweiser „Sunnenseitnweg“ bergseitig auf Güterweg hinauf und hinein zum Thalhof (1414 m), nun kurz auf der Zufahrt zu Wegweiser bei Geräteschuppen, dann rechts auf Wald- und Wiesenweg zu den Eggen-Höfen und auf der Höfestraße kurz weiter zu den beiden Innerdurach-Höfen (1420; ab Außerdurach <DreiViertel></DreiViertel> Std.). Abstieg: Weiter den Wegweisern „Sunnenseitnweg“ folgend durch Wald und Wiesen in <DreiViertel></DreiViertel> Std. hinunter nach St. Walburg und zum Ausgangspunkt. <BR /><BR /><Gotham_Bold>Höhenunterschied:</Gotham_Bold> 272 m<BR /><BR /><Gotham_Bold>Gesamtgehzeit:</Gotham_Bold> ca. 3 Std. <BR /><BR /><Gotham_Bold>Orientierung und Schwierigkeit:</Gotham_Bold> Unschwierige Höfewanderung teils auf breiten Altwegen, teils auf Höfestraßen.<BR /><Gotham_Bold>Wanderkarten 1:50.000:</Gotham_Bold> Kompass, Blatt 53 (Meran) - <Gotham_Bold>1:25:000:</Gotham_Bold> Tabacco, Blatt 042 (Ultental).<BR />