Alle Anrufe, Nachrichten und Mitteilungen, die am Handy eingehen, werden nämlich gespeichert und für später aufbewahrt. Wir dürfen uns also getrost eine Pause gönnen. Und uns selbst etwas Gutes tun.<BR /><BR /><b>Von Doris Ebner</b><BR /><BR />Handys, Computer und Tablets gehören zweifelsohne zu den ganz großen Revolutionen unserer Zeit. Wie selbstverständlich sorgen sie dafür, dass Distanzen schwinden, das andere Ende der Welt plötzlich nur mehr einen Mausklick entfernt ist und wichtige Nachrichten aus allen Winkeln der Erde in Sekundenschnelle bei uns ankommen. So weit, so gut!<BR /><BR /> Doch so praktisch die technischen Helferlein auch sind, so leicht können sie zur Belastung und zur Stressquelle mutieren. Nämlich dann, wenn wir es nicht mehr schaffen, uns von ihnen zu lösen und sie selbst oder der Gedanke daran unseren gesamten Tagesablauf bestimmen.<BR /><BR />Besonders das Mobiltelefon ist für viele Menschen ein ständiger Begleiter geworden. Schon morgens nach dem Weckerklingeln gilt ihm die erste Aufmerksamkeit. Sind in den Nachtstunden etwa neue Nachrichten eingegangen? <BR /><BR />Oder gibt es sonst irgendwas, das nicht ungesehen bleiben darf? Anschließend wird das kleine Gerät nicht mehr aus den Augen gelassen. Stets griffbereit am Schreibtisch oder zumindest in Sichtweite, schweift der Blick immer wieder in seine Richtung.<BR /><BR /> Schließlich könnte es ja sein, dass der Klingelton beim Eingang einer Mitteilung gar nicht registriert wurde. Und wenn am Abend endlich die Zeit gekommen ist, sich ins Bett zu legen, dann nur, wenn vorher noch einmal sichergestellt wurde, dass auch wirklich nichts unbeachtet geblieben ist.<BR /><BR />Dass wir unseren Alltag in dieser Weise zu einer Art Leidensweg machen, auf dem in einem fort an unseren Energiereserven genagt wird, bleibt in vielen Fällen unbeachtet. Je mehr unterschiedliche Reize bei uns ankommen – und technische Gerät liefern uns davon eine ganze Menge –, desto mehr wird unser Gehirn gezwungen, sich dem Multitasking hinzugeben. <BR /><BR />Ständig springen wir mit unserer Aufmerksamkeit von einem Ort zum anderen, ununterbrochen werden immer neue Gedankengänge angeregt. Die Konzentrationsfähigkeit sinkt, das Eintreten in den sogenannten Flow-Zustand, in dem Kreativität sich voll entfalten kann, wird unmöglich. Dabei werden die Energiereserven aufgebraucht. Der „Akkulader“ jedoch befindet sich in der analogen Welt. <BR /><BR />Unser Gehirn braucht nämlich Zeit, um die eingegangenen Informationen, Botschaften und Stimuli zu verarbeiten, neue Verknüpfungen zu bilden und sich zu regenerieren. Dies ist nur dann möglich, wenn die Quellen für neuen Stress so gut als möglich ausgeschaltet werden. Wie das geht und welcher Tricks wir uns bedienen können, sehen wir in der nächsten Woche. <BR /><BR />Eines sei jedoch vorausgeschickt: Der Einsatz macht sich bezahlt. Denn es könnte sein, dass nicht nur Ihr Stresslevel sinkt und Ihre kognitive Leistungsfähigkeit steigt, sondern dass Sie in der Welt abseits des digitalen Rausches einige längst vergessene Schätze wiederfinden.<BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1013178_image" /></div>