Sonntag, 29. September 2019

Obama will für Michelle Lederhosen tragen

Der ehemalige US-Präsident Barack Obama (58) will für seine Frau Michelle Lederhosen tragen. „Man hat mir eine Lederhose gegeben, und ungestört in meinem Hotel habe ich sie anprobiert“, sagte er am Sonntag in München bei der Eröffnung der Gründermesse „Bits & Pretzels“.

Obama tritt am Sonntag in München bei der Eröffnung der Gründermesse „Bits & Pretzels“ auf.
Obama tritt am Sonntag in München bei der Eröffnung der Gründermesse „Bits & Pretzels“ auf.

„Ich fand, ich sah ziemlich gut aus. Ich werde sie für Michelle tragen.“ Er behauptete, dass er vermutlich vor allem deshalb in München sei, weil sein Team gerne auf das Oktoberfest gehen wolle. Für ihn selbst sei der Besuch des Festes schwierig. „Der Secret Service wird etwas nervös“, sagte er. Aber vielleicht könne er sich verkleiden – mit einem falschen Bart beispielsweise.

2 Jahre haben die Verantwortlichen nach eigenen Angaben dafür gekämpft, Obama nach München zu holen. Sie haben den Vorgänger von Donald Trump eingeladen, in einem moderierten Gespräch über seine Zeit im Amt und über Führung in der Welt sprechen.

„Mehr Spaß, wenn ich kein Präsident mehr bin.“

Obwohl es das Start-Up-Festival „Bits & Pretzels“ erst seit einigen Jahren gibt, gelingt es den Veranstaltern immer wieder, berühmte Gäste nach München zu holen. 2016 hielt der inzwischen nach Belästigungsvorwürfen in Ungnade gefallene Hollywood-Star Kevin Spacey die Eröffnungsrede, außerdem waren unter anderem schon der Milliardär Richard Branson und Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg dabei.

Die Veranstaltung findet während des Oktoberfestes statt. Spacey feierte einst mit den Veranstaltern auf der Wiesn. Ob Obama das auch vorhat, war offen. Allerdings hatte er 2016 angekündigt, nach dem Ende seiner Amtszeit das größte Volksfest der Welt besuchen zu wollen.

Damals sagte er: „Ich bin noch nie beim Oktoberfest in Deutschland gewesen, das heißt: Ich muss noch mal wiederkommen. Wahrscheinlich macht es mehr Spaß, wenn ich kein Präsident mehr bin.“

dpa

stol