Donnerstag, 09. Juli 2015

Regisseur von Amy-Winehouse-Film: Jung sterben ist nicht cool

Der Regisseur eines Dokumentarfilms über die britische Sängerin Amy Winehouse wehrt sich gegen den Mythos des „Club 27“.

Foto: © APA/AP

„Ich wollte es auf keinen Fall cool darstellen, wenn Menschen jung sterben. Daran ist nichts Cooles“, sagte der Filmemacher Asif Kapadia (Jahrgang 1972) im Interview der Deutschen Presse-Agentur.

Als Amy Winehouse vor vier Jahren starb, wurde sie Mitglied in dem „Club 27“, wie er von Medien und Musikindustrie gerne genannt wird. Kurt Cobain, Jimi Hendrix, Jim Morrison und Janis Joplin gehören auch dazu – alle Rockstars, alle gestorben mit nur 27 Jahren. „Wenn ein Journalist oder ein Koch jung sterben, ist das nicht cool, aber die Musikindustrie feiert es, wenn Menschen in ihrer Branche nicht lange überleben.“

Kapadias Film hat Schlagzeilen gemacht – vor allem weil der Vater der Sängerin sich missverstanden fühlt. Kapadia sagt, der Film sei nur ehrlich. Die Dokumentation kommt am 16. Juli ins Kino.

dpa

stol