Montag, 18. Dezember 2017

Seilbahn der Superlative geht in Betrieb

Auf der deutschen Seite der Zugspitze geht kommenden Donnerstag eine Seilbahn der Superlative offiziell in Betrieb.

Die neue Bahn überwindet einen Höhenunterschied von 1.945 Metern zwischen der Talstation in Grainau und der Bergstation. - Foto: Screenshot/Video
Die neue Bahn überwindet einen Höhenunterschied von 1.945 Metern zwischen der Talstation in Grainau und der Bergstation. - Foto: Screenshot/Video

Die Pendelbahn mit zwei Kabinen kann stündlich 580 Passagiere befördern. Sie überwindet einen Höhenunterschied von 1.945 Metern zwischen der Talstation in Grainau und der Bergstation. Das ist einer von drei Weltrekorden, mit denen die Bahn aufwartet.

Mit 3.213 Metern Abstand von der einzigen Stütze bis zur Bergstation in 2.944 Metern Seehöhe ist die zu überwindende Entfernung so groß wie bei keiner anderen Seilbahn. Und keine andere Pendelbahn der Welt hat eine Stahlbaustütze von 127 Metern Höhe.

Die Kosten für die in drei Jahren Bauzeit errichtete Pendelseilbahn betrugen 50 Millionen Euro. Eine Fahrt kostet 45 Euro. In einer Kabine haben 120 Personen Platz, ein Begleiter fährt mit.

10,6 Meter pro Sekunde

Die Fahrgeschwindigkeit auf den höchsten Berg Deutschlands beträgt 10,6 Meter pro Sekunde und 8,5 Meter pro Sekunde bei der Stützenüberfahrt. Die 4.467 Meter lange Bahn hat vier Tragseile mit je 72 Millimetern Durchmesser und einem Gewicht von je 153 Tonnen.

Nach der Eröffnung am Donnerstag, zu der sich unter anderen Vertreter der bayerischen Staatsregierung einfinden, nimmt die Seilbahn am Freitag den fahrplanmäßigen Winterbetrieb auf. Sie löst die 1963 eröffnete Eibsee-Seilbahn mit zwei Stützen ab, die 240 Gäste pro Stunde befördern konnte und im Frühjahr stillgelegt wurde.

apa/dpa

stol