Donnerstag, 25. Mai 2017

Skyline-Projekt: Lunger und Moro brechen Expedition ab

Die beiden Bergsteiger Tamara Lunger und Simone Moro wollten wieder hoch hinaus. Sind sie auch. Aus ihrem eigentlichen Projektziel wurde aber nichts. Am Donnerstag gaben die beiden das Aus ihrer Skyline-Expedition bekannt.

Skyline-Projekt: Lunger und Moro brechen Expedition ab
Skyline-Projekt: Lunger und Moro brechen Expedition ab

Der Kangchendzönga ist der am östlichsten gelegene Achttausender (8586 Meter über dem Meeresspiegel). Der einzige Achttausender, bei dem außer dem Hauptgipfel noch 3 weitere Gipfel über 8000 Meter hoch sind.

Und genau das reizte die 31-jährige Karneiderin und den 49-jährigen Lombarden. Im Rahmen ihrer „Kangchenjunga Skyline Expedition 2017“ wollten Tamara Lunger und Simone Moro vom über 7000 Meter hohen Berg Kangbachen aus die anderen Gipfel erklimmen - und das, ohne in tiefere Lagen abzusteigen.

„Wir wissen noch nicht, ob wir es schaffen werden, so lange so hoch zu klettern. Denn die Skyline des Kangchendzönga ist die höchste begehbare Verbindungsroute zwischen mehreren Berggipfeln der Welt“, erklärte Moro Anfang April in einem Facebook-Video.

Sie haben es nicht geschafft. Am Donnerstagmorgen sind Simone Moro und Tamara Lunger von Lager 3 aufgebrochen (ca. 6600 Meter über dem Meeresspiegel), um bis auf Lager 4 aufzusteigen und in den nächsten Tagen die höchste Überschreitung des Planeten zu versuchen.

Simone Moro fühlte sich aber nach den letzten Tagen, an denen er Magenprobleme hatte, schwach, deshalb haben die beiden entschlossen, wieder ins Basislager abzusteigen.

Einen weiteren Überschreitungsversuch wollen Moro und Lunger nicht unternehmen. Das gaben die beiden am Donnerstag auf Facebook bekannt.

Die gesammelten Erfahrungen und Erinnerungen kann ihnen aber keiner nehmen, schreiben die Bergsteiger auf Facebook. Und meinen: „Dies ist ein ehrgeiziges, aber nicht unmögliches Projekt.“

stol

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