Donnerstag, 06. Oktober 2016

Spontan, spaßig und bunt gemischt: Die neue Comedy auf STOL

Er ist zurück. Oder besser: Sie sind zurück. Der Südtiroler Kabarettist Thomas Hochkofler hat seine beliebtesten Figuren in einen Koffer gepackt und startet am Montag mit einer neuen Comedy durch – natürlich hier auf STOL.

Er ist zurück - und nimmt Sie mit: Thomas Hochkofler in der neuen STOL-Comedy "Miscella".
Er ist zurück - und nimmt Sie mit: Thomas Hochkofler in der neuen STOL-Comedy "Miscella".

Motschuner Peppm, Joe von Afing, Christoph Lackner: Wer kennt sie nicht, die beliebten Figuren von Thomas Hochkofler.

Sie alle kommen ab 10. Oktober jeden Montag auf STOL zum Handkuss – und nicht nur sie. Was sich hinter der neuen Comedy mit dem klangvollen Namen „Miscella“ verbirgt, hat Hochkofler im STOL-Interview erklärt.

STOL: Herr Hochkofler, was steckt hinter „Miscella“?

Thomas Hochkofler: Hinter „Miscella“ versteckt sich das, was der Name eh schon verrät: Ein Mischmasch aus den ganzen Figuren, die ich in der letzten Zeit immer wieder spielen durfte. Wir haben jene Figuren ausgewählt, die beim Publikum am besten angekommen sind und werden diese nun in alle möglichen Situationen schmeißen. Wir gehen auf die Straße und improvisieren gemeinsam mit den Passanten, die wir zufällig treffen. Und vor allem lassen wir uns von dem überraschen, was passiert.

STOL: Haben Sie so ein Format schon einmal gemacht?

Hochkofler: Nein, für mich ist das absolut neu. Natürlich gibt es schon ähnliche Formate, die uns überhaupt auf diese gebracht haben. Aber wir wollten etwas Neues probieren und mit diesem Format, das die Leute direkt einbindet, vor allem das junge Publikum noch mehr ansprechen. Bei dieser Comedy steht der Spaß zu 100 Prozent im Vordergrund, das Politische lassen wir mal etwas außen vor.

STOL: Sie spielen Theater und stehen auch sonst oft vor der Kamera. Wie häufig müssen Sie in einem normalen Arbeitsalltag so improvisieren wie in dieser Comedy?

Hochkofler: So viel Improvisation wie bei dieser Comedy gibt es normalerweise weder im Theater noch im Kabarett. Aber genau das macht ja dieses Format aus. Natürlich springen wir nicht komplett unvorbereitet in die Situation, sondern legen uns im Vorfeld einige Pointen zurecht. Aber wenn wir dann dort sind, müssen wir auf das eingehen, was dort passiert. Auf die Leute, deren Reaktionen, auf spontane Ideen unsererseits. Es ist sehr aufregend, auch für uns.

STOL: Mittlerweile wurden bereits einige Folgen produziert: Wie reagieren die Leute auf der Straße?

Hochkofler: Ganz unterschiedlich. Manche sind total verschreckt und zucken vor der Kamera zurück, andere kommen direkt auf uns zu und wollen mitmachen, wieder andere verstehen im ersten Moment gar nicht, was hier gespielt wird, weil sie die Figur vielleicht nicht kennen. Es passiert einfach alles. Und wir müssen für alles vorbereitet sein.

STOL: Sie haben gesagt, Sie arbeiten mit jenen Figuren, die beim Publikum am besten ankommen. Welche Figur ist denn Ihr persönlicher Favorit?

Hochkofler: Das ist sehr schwer zu sagen, weil man sie ja alle selbst geschaffen hat. Man denkt sich die Figur aus und entwickelt sie immer weiter. Am Anfang gibt es nur einen Sketch mit dieser Figur, und dann einen zweiten, und irgendwann gibt man ihr eine Persönlichkeit, eine Biographie. Man erzählt, wo sie wohnt, was sie macht. Und erst mit der Zeit lernt man die eigene Figur besser kennen. Und irgendwann sind die einzelnen Figuren wie die eigenen Kinder, die man ja bekanntlich alle gleich liebt - offiziell. Natürlich mag man manchmal das eine mehr und das andere weniger, das kommt auf die Situation drauf an. Und so ist es bei meinen Figuren.

STOL: Und welche Figur ist es heute, in diesem Moment?

Hochkofler: Jetzt gerade haben wir mit Kollegen am Mittagstisch im Bozner Deutsch geredet, so ganz im Stil des Herrn von Wegen. Und da hab ich mir gerade gedacht: Der macht mir schon großen Spaß, der hat immer noch Potential.

STOL: In den vergangenen zwei Jahren haben Sie auf STOL gemeinsam mit Lukas Lobis die „Wöchenschau“ moderiert. Wo ist Ihr Comedy-Partner jetzt?

Hochkofler: Die „Wöchenschau“ war natürlich immer ein riesiger Aufwand und sehr zeitintensiv. Das heißt zwar nicht, dass dieses neue Projekt nicht weniger zeitintensiv wäre. Aber Lukas hat beschlossen, sich anderweitig auszuprobieren. Also haben wir versucht, etwas zu finden, das ich alleine machen kann und uns allen Spaß macht. Und damit ist "Miscella" geboren.

Interview: Elisabeth Turker

stol