Über 400 Festgäste bildeten zu Beginn der Veranstaltung eine Menschenkette über die österreichisch-italienische Grenze. Von der neuen musealen Struktur Timmel_Transit auf Südtiroler Seite zum PassMuseum auf österreichischer Seite reichten die anwesenden Personen 100 Jahre nach Ende des 1. Weltkrieges einander die Hände als Zeichen des Friedens.Herzlich Willkommen hießen im Anschluss der Mooser Bürgermeister Gothard Gufler und der Söldener Bürgermeister Ernst Schöpf alle anwesenden Ehrengäste und Besucher. Gufler betonte die Wichtigkeit der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit und die herausragende Bedeutung der Nord- / Südverbindung.Für den Südtiroler Landeshauptmann und Euregio-Präsidenten Arno Kompatscher ist der 15. September ein ganz besonderes Jubiläum: „Nahezu 100 Jahre nach Beendigung des ersten Weltkrieges, wo unrechtmäßig eine Grenze gezogen wurde, treffen wir uns hier und feiern, dass es seit nunmehr 20 Jahre keine Grenzbalken mehr gibt und das Verbindende vor dem Trennenden steht. Mit der Euregio bauen wir gemeinsam die Erfolgsgeschichte Europa weiter.“Tirols Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler unterstrich in seiner Rede die Bedeutung der Timmelsjochstraße als Lebensader zwischen Tirol und Südtirol.Königsetappe des Fernwanderwegs und neues Museum feierlich eröffnetIm Zuge der Feierlichkeiten wurde auch die Königsetappe des Fernwanderweges eröffnet. Der europäische Fernwanderweg E5 führt über 3200 km von der französischen Atlantikküste über die Alpen bis nach Venedig. Ein Höhepunkt ist die Alpenüberquerung auf der Königsetappe. Sie verläuft von der Braunschweiger Hütte im Pitztal übers Ötztal und das Timmelsjoch bis nach Moos in Passeier.Hochwürden Pfarrer Oswald Kuenzer segnete schließlich die neue museale Struktur „Timmel_Transit“. Auf 2500 Metern Höhe ist eine Ausstellung in einer ehemaligen Kaserne entstanden, die die Geschichte des Baus der Timmelsjoch Straße zum Inhalt hat.Gezeigt werden bisher unveröffentlichtes Bildmaterial zum Straßenbau und authentische Zeitzeugeninterviews von Personen aus dem Passeier- und dem Ötztal. Die Ausstellung ist den Straßenbauarbeitern gewidmet und auf Augenhöhe angelegt.stol