Sonntag, 02. Oktober 2016

„Uffbasse!“: Wenn die Polizei in Stuttgart twittert

Mit einer 24-Stunden-Twitter-Aktion hat sich die Bundespolizei in Stuttgart über die Schulter schauen lassen.

Ein Herz für die Bundespolizei Wasen. - Foto: Twitter
Ein Herz für die Bundespolizei Wasen. - Foto: Twitter

Jeweils zwölf Stunden lang hatten zwei mobile Teams mit je drei Beamten ihre Kollegen bei Einsätzen in Zügen und Bahnanlagen rund um das Cannstatter Volksfest begleitet und unter @bpol_bw getwittert. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Jonas Große, einer der Twitterer, in einer ersten Bilanz. „Wir konnten gut zeigen, was den Alltag der Bundespolizei ausmacht.“

Bei einer Mehrheit der 128 Tweets freuten sich die Nutzer über den Wortwitz der Ordnungshüter. Einen Fall von Wildpinkeln am Bahnhof kommentierte ein Beamter so: „Wer ganz ungeniert zwischen Dienstfahrzeuge uriniert, der 35 EUR ärmer wird.“ Als ein Krankenwagen gerufen werden musste, hieß es: „Erstmal rotweiß bestellt.“

Auch eine Romanze auf dem Cannstatter Bahnhof wurde inklusive Foto und zwei roten Herzen vermeldet: „Sie hat JA gesagt“, twitterten die Beamten am Samstag, als ein Festbesucher seiner Angebeteten knieend einen Heiratsantrag machte.

Ob und wann der auch schon von der Polizei in Berlin oder Mainz praktizierte Twitter-Marathon wiederholt wird, ist offen. „Das müssen wir alles erstmal sacken lassen.“ Bester Ratschlag fürs Fest, auf schwäbisch getwittert: „Uffbasse!“ Vor allem, wenn man „rabavoll“ ist.

dpa

stol