Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Kulturgüter, Sagen und Geschichte, Flora und Fauna. <b>von Hanspaul Menara</b><BR /><BR />Auf der Sonnenseite des Vinschgaus gibt es eine Reihe bedeutender Schlösser und Burgen – vom Schloss Juval im Osten über das Schloss Annenberg oberhalb von Goldrain bis zur Churburg bei Schluderns im Westen. Aber es gibt auch so manche kleinere oder nur noch in Resten erhaltene Anlage, wie etwa die Burgruinen im Münstertal, jene von Matsch oder – unser Tourenziel – die Ruine Hochgalsaun.<BR /><BR />Um diese zu besuchen, wandern wir von der Ortsmitte von Kastelbell zum bekannten Köfelgut, steigen über einen von Trockenmauern, Zypressen und blühenden Sträuchern gesäumten Pflasterweg zum Latschanderwaal auf, und wenig später führt uns ein typischer Sonnenbergpfad hinauf zur Burgruine Hochgalsaun, die einen markanten Felskopf krönt.<BR /><BR />Die vom Tal aus inmitten der felsdurchsetzten Hänge kaum wahrnehmbare Ruine entpuppt sich nun als zwar kleine, aber eindrucksvolle, wie von einem gewaltigen Blitz in Stücke gerissene Höhenburg, zu deren einstigem Bestand auch die ein Stück tiefer befindlichen Mauern der einstigen Schlosskapelle gehören. Die erste, ins frühe 13. Jahrhundert zurückreichende und seit 1262 schriftlich erwähnte Burg war eine Gründung der mächtigen Herren von Montalban. Sie wurde im Lauf der Zeit bei kriegerischen Auseinandersetzungen mindestens 2-mal zerstört und wiederaufgebaut. Und die Sage weiß Folgendes zu erzählen: Als Herzog Friedrich 1423 das Schloss belagerte, um des Burgherrn habhaft zu werden, bat die Schlossfrau um freien Abzug mit dem, was sie tragen könne. Er wurde ihr gewährt, und als sie mit ihrem Mann auf dem Rücken erschien, ließ der Herzog die beiden unbehelligt ziehen...<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012362_image" /></div> <BR /><BR />Am höchsten Punkt des Burgfelsens lädt eine Sitzbank zur Rast ein. Hier haben wir nicht nur das Gemäuer der Burg vor uns, sondern genießen auch eine weite Schau über den Vinschgau.<BR /><BR />Sind wir auf der Westseite aufgestiegen, so führt uns der Abstieg auf der Ostseite hinunter gegen Galsaun, wo der Latschanderwaal sein östliches Ende findet. Nun wandern wir auf dessen Begleitweg gemütlich westwärts bis in das Gebiet von Kastelbell und kehren dort wieder zum Ausgangspunkt zurück.<h3> Schloss Kastelbell</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012365_image" /></div> <BR />Am Westrand des Dorfes Kastelbell, dem Ausgangspunkt unserer Wanderung, steht das gleichnamige Schloss. Es öffnet zwar erst Ende April seine Tore für kulturelle Veranstaltungen, besticht aber auch allein schon durch sein Äußeres. Die gut erhaltene Anlage scheint 1238 als Besitz der Herren von Kastelbell, eines Zweiges der Herren von Montalban, erstmals urkundlich auf, war lange in Händen der Grafen Hendl und ist heute im Besitz des Landes Südtirol. <h3> Die Tour im Überblick</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="1012368_image" /></div> <BR /><BR /><BR /><Gotham_Bold>Wegverlauf:</Gotham_Bold> Von der Ortsmitte in Kastelbell (577 m, Bushaltestelle, Parkplatz) der Markierung 3 folgend ostwärts zum Köflgut und auf Weg 3 hinauf zum Latschander-Waalweg. Nun nicht auf dem Weg 15 weiter hinauf, sondern rechts, ostwärts, auf dem Waalweg (Markierung 3) bis zur Kreuzung mit einer Höfestraße. Kurz auf dem Waalweg weiter, dann bei dem Wegweiser „Hochgalsaun“ links ab und auf dem Weg H teils in Serpentinen ansteigend, teils die felsdurchsetzten Trockenhänge querend hinauf zum Burgfelsen mit der Ruine Hochgalsaun (795 m; Rastplatz; ab Kastelbell gut 1 Std.). Abstieg und Rückkehr: Auf dem ostseitigen, markierten Felssteig steil aber unschwierig hinunter zu Weggabel, rechts kurz hinunter zum Latschanderwaal, auf dessen Begleitweg westwärts bis zu dem links abzweigenden, im Aufstieg begangenen Weg (Wegweiser „Kastelbell“) und auf diesem wieder hinunter nach Kastelbell (ab Hochgalsaun 1 Std.).<BR /><BR /><Gotham_Bold>Höhenunterschied:</Gotham_Bold> 218 m<BR /><BR /><Gotham_Bold>Gesamtgehzeit:</Gotham_Bold> 2 – 2 <EinHalb></EinHalb> Std.<BR /><BR /><Gotham_Bold>Orientierung und Schwierigkeit:</Gotham_Bold> Unschwierige Rundwanderung auf markierten Wegen; teilweise aber steiniges, felsdurchsetztes Gelände, daher ordentliches Schuhwerk ratsam. Auf dem Felskopf mit der Burg erhöhte Vorsicht walten lassen!<BR /><Gotham_Bold><BR />Wanderkarten 1:50.000:</Gotham_Bold> Kompass, Blatt 52 (Vinschgau) <Gotham_Bold>1:25.000:</Gotham_Bold> Tabacco, Blatt 04 (Schnalstal - Naturns)<BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/artikel/panorama/seit-50-jahren-geht-er-dem-traumberuf-nach-im-wahrsten-sinne-des-wortes" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Hier erfahren Sie mehr über unseren Autor Hanspaul Menara.</a><BR /><BR /> <a href="https://www.stol.it/suche/Wandertipps" target="_blank" class="external-link-new-window" title="">Und hier gibt es weitere Wandertipps von ihm.</a><BR /><BR /><BR />