Viel Erschütterndes hat uns in den letzten Jahren bedrängt – von der Corona-Pandemie über den Klimawandel bis zum russischen Angriffskrieg auf die Ukraine vor der europäischen Haustüre. Die Auswirkungen spüren wir alle. Und unser Verständnis von Sicherheit und Wohlstand, dieses Gefühl, unantastbar, unbesiegbar, ja fast schon unfehlbar zu sein... es ist massiv ins Wanken geraten und zum ersten Mal wird sich meine wohlstandsverwöhnte Generation bewusst, dass vieles, was selbstverständlich erschien, nicht selbstverständlich ist. Gut so! <BR /><BR />Einsicht steht vor jedem Umdenken. Es hat sowieso alles keinen Sinn mehr. Dieses Argument lasse ich nicht gelten! Auf keiner Ebene und schon gar nicht beim Kampf gegen die Erderwärmung. Denn noch haben wir es in der Hand, das Ruder herumzureißen. Viele konkrete Veränderungen braucht es dafür. Aber auch positives Denken, das sie anstößt. Glaubt man Ha Vinh Tho, Bhutans Glücksminister, liegen die Wurzeln allen Glücks nicht im Streben nach Macht und Reichtum, sondern in Mitgefühl und Güte! <BR /><BR />Mitgefühl und Güte für ein sinnerfülltes Leben, das weniger egomanisch ausgerichtet ist. Über diese Formel denke ich oft nach, und ich wüsste keinen Bereich, wo sie nicht aufgeht. Mitgefühl und Güte zu leben, ist freilich eine andere Sache und schwierig in einer westlichen Gesellschaft, die sich über Wettbewerb und Leistung definiert. Aber ist es nicht so, dass jede große Veränderung mit einem ersten, kleinen Schritt beginnt? In diesem Sinne wünsche ich uns für 2024 Zusammenhalt und Zuversicht, Mitgefühl und Güte! Auf privater wie gesellschaftlicher Ebene, wo so viele Weichen gestellt werden für die Zukunft.<BR /><BR />von Irina Lino<BR /><BR />