Eines vorweggenommen: Beißen Katzen, so tun sich das nicht immer, weil sie aggressiv sind. Katzen sind Raubtiere und beißen auch mal gerne aus Jux und Tollerei zu. Vor allem Jungtiere werden beim Spielen schnell übermütig. Bisse können aber auch andere Ursachen haben: etwa Angst, Schmerzen, Langeweile, fehlende Artgenossen oder auch fehlende Aufmerksamkeit. <BR /><BR /><b>Beißen beim Streicheln</b><BR /><BR />Wohl jeder Katzenhalter kennt die Situation: Zuerst freuen sich die Schmusekatzen über Streicheleinheiten und genießen die Zuwendung und im nächsten Moment beißen sie aus dem Nichts in die Hand, weil sie genug haben. Damit die Katze beim Streicheln nicht zubeißt, ist es wichtig zu erkennen, wann der Punkt erreicht ist, an dem sie genug hat. Wer auf die Körpersprache und auf die Signale der Haustiger achtet, wird mit der Zeit leichter erkennen, wann ein solcher Biss kommen könnte.<BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="737687_image" /></div> <BR /><BR />Katzen mögen es zudem nicht, an allen Stellen gestreichelt zu werden. Sie haben ihren eigenen Kopf. Daher ist es wichtig zu respektieren, wenn sie gerade keine Zuneigung wollen. In solchen Fällen sollte man ihnen keinesfalls Körperkontakt oder Streicheleinheiten aufzwingen.<BR /><BR />Beißen beim Spielen: Wer eine Katze hat, die beim Spielen gerne „aufdreht“ und zubeißt, kann und sollte dieses Verhalten unbedingt unterbinden. Am einfachsten geschieht dies, indem die Katze für sanftes Spielen belohnt wird. Das heißt, spielt sie mit den Pfoten, aber nicht mit den Krallen oder Zähnen, wird weitergespielt – das ist ihre Belohnung. Wird sie zu wild, wird das Spiel kommentarlos unterbrochen.<BR /><BR />Eine Hilfe kann auch sein, die Hände nicht als Spielzeug zu benutzen, sondern zum Beispiel eines aus Sisal, in das sie nach Herzenslust beißen darf. <BR /><BR /><b>Aggressives Verhalten</b><BR /><BR />Ein solches Verhalten erkennt man daran, dass eine Katze neben Beißen und Kratzen ihren Buckel aufstellt, die Haare sträubt oder zischt und spuckt. Häufig tritt dies bei Katzen auf, die ängstlich sind oder „eine unschöne Vorgeschichte“ gehabt haben. Auch wenn die Katze zu früh von der Mutter getrennt wurde, äußert sich dies später in ihrem Verhalten. In der wichtigen Sozialisierungsphase zwischen der 6. und der 12. Woche lernen die Kitten Sozialverhalten, und die Katzenmutter setzt Grenzen, wenn die Kätzchen zu wild spielen.<BR /><BR />Aggressive Katzen brauchen ausreichend Zeit. Am besten wahrt man anfangs Distanz, bis sie selbst den Kontakt zum Menschen suchen. Bei sehr schwierigen Fällen bietet es sich an, professionelle Hilfe zu suchen.<BR /><BR />Ändert eine Katze plötzlich ihr Verhalten, war sie also bisher immer lieb und reagiert nun plötzlich aggressiv, sind meist Schmerzen der Grund. Daher sollten Verhaltensauffälligkeiten umgehend vom Tierarzt überprüft werden.<BR /><BR />Achtung: Ein Katzenbiss kann sich beim Menschen schnell entzünden. Wer von einer Katze verletzt wurde, sollte die Bisswunde also unbedingt desinfizieren und einen Arzt aufsuchen, wenn die Stelle schlecht abheilt oder sich gar entzündet.<BR />