<b>Von Petra Schwienbacher</b><BR /><BR />Der Wasserbedarf eines Meerschweinchens liegt bei rund 100 Millilitern pro Tag. Einige Meerschweinchen trinken sehr wenig bis kaum. Das muss die Halter aber erst mal nicht beunruhigen, denn viele Tiere decken ihren Wasserbedarf durch wasserhaltiges Frischfutter wie Gurken und Paprika. Selbst wenn die Tiere scheinbar nie trinken, sollten sie dennoch immer frisches Wasser zur Verfügung haben.<BR /><BR />Ist ein Tier dehydriert, erkennt man das an einer geringen Hautelastizität. Zieht man die Hautfalte im Nacken mit 2 Fingern hoch und lässt sie wieder los, sollte sie sich schnell wieder anlegen. Geschieht dies nicht, ist Vorsicht geboten. Besonders in den heißen Sommermonaten können die Tiere schnell austrocknen, wenn sie zu wenig Flüssigkeit zu sich nehmen. Legt sich die Hautfalte nur sehr langsam wieder an, sollte man durch eine Pipette Wasser geben und dann einen Tierarzt aufsuchen.<BR /><BR />Trinkt ein Meerschweinchen plötzlich viel mehr als sonst, kann das auf Diabetes hindeuten. Auch das sollte man besser vom Tierarzt abklären lassen. <h3> Die geeignete Wassertränke</h3>Bei der Auswahl der richtigen Tränken muss man Vor- und Nachteile der verschiedenen Tränken abwägen. Zudem haben Meerschweinchen individuelle Vorlieben, wie sie ihr Wasser trinken. Manche mögen Näpfe, andere nehmen das Wasser darin kaum bis gar nicht an.<BR /><BR /><b>Wassernäpfe oder Wassertröge</b> stellen die natürlichste Form der Wassergabe dar, da die Tiere beim Trinken aus dem Napf eine natürliche Trinkhaltung einnehmen. Zudem ermöglichen diese Tränken das Gruppentrinken der Tiere. Wichtig ist, dass sie standsicher sind. <BR /><BR />Stellen die Meerschweinchen ihre Vorderpfoten auf den Rand, dürfen die Behälter nicht umkippen. Gut geeignet sind große, schwere Keramiknäpfe mit einem nach innen gebogenen Rand oder Vogelnäpfe. Damit sie nicht mit Streu verunreinigt werden, können sie auf Fliesen oder erhöht auf einer nicht eingestreuten Etage platziert werden. Sie müssen aber stets leicht erreichbar sein.<BR /><BR /><b>Nippeltränken</b> sind umgedrehte Flaschen mit Edelstahlrohr am unteren Ende, in dem sich eine Metallkugel befindet. Wenn Meerschweinchen die Metallkugel nach innen drücken, tropft Wasser heraus. Vorteile dieser Tränken: Das Gehege bleibt trocken und das Wasser wird nicht verunreinigt. Nachteile: Die Tränken geben stets nur ein bis 2 Tropfen frei und die Tiere nehmen beim Trinken eine relativ unnatürliche Kopfhaltung ein.<BR /><BR /><b>Sippitränken</b> oder Trinkautomaten sind eine optimierte Version der Nippeltränke, die anstelle einer Metallkugel ein Ventil mit Metallstift enthalten. Die Vorteile sind dieselben wie bei der Nippeltränke, allerdings überzeugt die Sippitränke mit ihrem durchgehenden Wasserlauf. Durch das Ventil läuft so lange Wasser aus der Tränke, bis ich das Meerschweinchen mit dem Mund entfernt, dadurch trinken die Tiere meist wesentlich mehr. Die Nachteile: eine relativ unnatürliche Kopfhaltung beim Trinken und vergleichsweise empfindliches Material. Das Hartplastik kann schnell splittern oder brechen.<BR /><BR />Normalerweise werden Nippeltränken und Sippitränken am Käfig befestigt. Damit sie auch im eigenen Gehege platziert werden können, benötigt man einen Flaschenhalter oder man baut selbst eine Halterung. Egal, für welche Tränke sich Meerschweinchenhalter schlussendlich entscheiden – regelmäßig Wasser wechseln ist natürlich Pflicht.<BR />