Samstag, 19. März 2016

"Weniger ist manchmal mehr"

Norbert Rier, Frontmann der Kastelruther Spatzen, möchte sich keine Altersgrenze für Auftritte setzen. Früher habe er daran gedacht, mit 50 aufzuhören und nur noch als Landwirt zu arbeiten, verriet er der Deutschen Presse-Agentur. Aber jetzt sei er schon 55 und habe noch jede Menge Spaß an der Musik.

Norbert Rier
Norbert Rier - Foto: © STOL

„Ich könnte mir nicht vorstellen, auf der Bühne zu stehen, wenn es mir keine Freude mehr machen würde. Das würde auch das Publikum merken. Dann wäre es höchste Zeit aufzuhören", sagte Rier.

Dennoch wolle er künftig das Motto „Weniger zu spielen ist manchmal mehr“ verstärkt beachten. „Mir wäre es schon lieber, wenn die Pausen zwischen den Konzerten etwas länger wären.“

Seine Arbeit mit der Pferdezucht und auf dem heimischen Bauernhof in Südtirol will Rier nicht missen: „Bei den Tieren kann ich mich beruhigen. Die Arbeit zu Hause erfordert es, auf dem Boden zu bleiben. Sie garantiert, dass man den Anschluss an das normale Leben nicht verliert.“

Wenn „der liebe Gott“ ihn vor die Alternative „Musiker oder Landwirt“ stellen würde, wäre das eine „ganz schwere Entscheidung“. „Ich weiß nicht, aber ich würde wohl Landwirt bleiben und nebenher auch noch ein wenig Musik machen. Musik zu machen, ist etwas Wunderschönes. Ich bin mit ganzem Herzen und ganzer Seele Landwirt – aber auch Musiker.“

dpa 

stol