Hier die Tour im Überblick und interessante Informationen über lokale Besonderheiten, Kulturgüter, Sagen und Geschichte, Flora und Fauna.<BR /><BR />Zwischen dem Überetsch und der Etschtalsohle zieht sich ein bis zu annähernd 700 Meter hoher Kamm von Nord nach Süd, dessen Westhänge die bekannten Montiggler Wälder tragen, während die Ostflanken auf der Seite von Pfatten steil zur Etsch abbrechen. <BR /><BR />Dieser Kamm, Mitterberg genannt, trägt eine Reihe von Waldkuppen. Auf einer davon befindet sich die weithin sichtbare Leuchtenburg, auf anderen wiederum – wie dem Wildemannbühel, den Rosszähnen oder dem Hohenbühel – geheimnisumwobene Trockenmauern und Steinhalden sogenannter Wallburgen. Unser Besuch gilt dem Letztgenannten, der mit seiner auf der Gipfelfläche befindlichen Wallburg östlich von Kaltern bzw. nördlich der erwähnten Leuchtenburg als wuchtige Waldkuppe und höchste Erhebung des erwähnten Kammes aufragt. <BR /><BR /><BR /><div class="img-embed"><embed id="971962_image" /></div> <BR /><BR />Als Zugang wählen wir einen der vielen Wege, die das ausgedehnte Montiggler Waldgebiet durchziehen. Er beginnt unweit des Großen Montiggler Sees und führt – sofern wir uns im dichten Wegenetz nicht verirrt haben – nur leicht ansteigend bis nahe an den Hohenbühel heran.<BR /><BR />Auf der Kuppenhöhe angelangt, haben wir viel Trümmerwerk sowie beeindruckende, bis mannshohe, teils moosbedeckte, bis zu 2,5 Meter dicke Trockenmauern vor uns. Dabei handelt es sich um die eindrucksvollen Reste einer rechteckigen, im Grundriss rund 30 mal 30 Meter großen vorgeschichtlichen Fluchtburg, einer sogenannten Wallburg mit doppeltem Mauerbering. Vom Archäologen Reimo Lunz aufgefundene Scherbenfunde weisen in die Eisenzeit zurück. Und in einem der frühen Berichte der Heimatforscher, die das Ganze bereits ab etwa 1890 näher untersuchten, ist auch von einer Zisterne die Rede, die auf längeren Aufenthalt der Menschen hindeutet, die einst bei Gefahr hierher flüchteten. <BR /><BR />Da es sich um keine Attraktion für Touristenströme handelt, wohl aber um ein sensibles, über 2000 Jahre altes Kulturdenkmal, sei der Besuch nur Leuten empfohlen, die ein besonderes Interesse für derartige Zeugnisse der Vergangenheit hegen, sich entsprechend rücksichtsvoll verhalten, nichts verändern und den Ort wieder so verlassen, wie sie ihn angetroffen haben. <h3> Die Planskizze der Wallburg</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="971965_image" /></div> <BR /><BR />Gewinnen wir bei unserem Besuch der Wallburg im Anblick der Mauern und Steinhalden nur eine vage Ahnung von der Mächtigkeit der einstigen Fluchtburg, so vermittelt die vom Urzeitforscher Georg Innerebner 1934 angefertigte und unter anderem in seinem dreibändigen Werk über die Wallburgen Südtirols publizierte Planskizze eine konkrete Vorstellung von ihrer Form und Ausdehnung.<BR /><h3> Die Tour im Überblick</h3><BR /><div class="img-embed"><embed id="971968_image" /></div> <BR /><BR />Anfahrt von Bozen über Eppan zum großen Parkplatz oberhalb des Montiggler Sees (ca. 500 m). Von dort der Mark. 20 (Wegweiser „Frühlingstal“) folgend kurz hinab zum See (490 m), weiter bis in die Nähe von Montiggl und links mit Markierung 5 auf schmaler Straße bis zur rechts abzweigenden Rai-Zufahrtsstraße (Schranke; ab Parkplatz ca. 30 Min.). Nun die Nr. 5 verlassend auf der Rai-Straße durch die Wälder südwärts bis zum rechts abzweigenden Forstweg „Steintal“ (ab Rai-Schranke etwa 20 Min.) und auf diesem durch ein von steinigen Hängen begrenztes Waldtal (es ist das Große Steintal) bis zu einer größeren Lichtung mit Grasboden (Schild „Großes Steintal“; ab Rai-Schranke <DreiViertel></DreiViertel> Std.). Nun auf dem links abzweigenden Weg am Hang hinauf zu Wegteilung, rechts durch Wald eben zum Schlusshang der Kuppe und kurz hinauf zur Wallburg (690 m; ab Parkplatz 1 <EinHalb></EinHalb> Std.). - Rückkehr: Am sichersten auf dem Hinweg (ähnliche Gehzeit). <BR /><BR /><Gotham_Bold>Höhenunterschied:</Gotham_Bold> 200 m<BR /><BR /><Gotham_Bold>Gesamtgehzeit:</Gotham_Bold> 3 Std.<BR /><BR /><Gotham_Bold>Orientierung und Schwierigkeit:</Gotham_Bold> An sich unschwierig, aber das dichte Wegenetz im unübersichtlichen Waldgebiet erfordert etwas Orientierungssinn und jedenfalls die Benützung der Wanderkarte!<BR /><BR /><Gotham_Bold>Wanderkarten 1:50.000:</Gotham_Bold> Kompass, Blatt 74 (Südtirols Süden) - <Gotham_Bold>1:25.000:</Gotham_Bold> Tabacco, Blatt 49 (Südtiroler Weinstraße)<BR /><BR />