Montag, 19. März 2018

Papst beklagt alternde Kirche

Papst Franziskus beklagt eine zu große Distanz zwischen der Kirche und der Jugend. „Zu oft werdet ihr alleine gelassen“, sagte der Pontifex am Montag bei einem Treffen in Rom in Richtung hunderter junger Menschen.

Papst Franziskus beteuert, dass die Kirche wieder „Nähe“ lernen müsse , Jugendliche müssten ernst genommen werden.
Papst Franziskus beteuert, dass die Kirche wieder „Nähe“ lernen müsse , Jugendliche müssten ernst genommen werden. - Foto: © APA/AFP

Die Kirche müsse wieder „Nähe“ lernen, Jugendliche müssten ernst genommen werden. Rund 300 Menschen zwischen 16 und 29 Jahren aus der ganzen Welt beraten noch bis Samstag über die im Herbst geplante Bischofssynode zum Thema Jugend.

Sie sollen auf der sogenannten Vorsynode ein Dokument vorbereiten, in dem sie ihre Ideen und Probleme zusammenfassen. Die Versammlung aller Bischöfe der Welt im Oktober im Vatikan steht unter dem Motto „Die Jugendlichen, der Glaube und die Berufungsentscheidung“.

„Junge Menschen sollten kein Blatt vor den Mund nehmen“ 

Die Synode sei „das Zeichen für etwas Großes“, sagte Franziskus. Die jungen Menschen sollten kein Blatt vor den Mund nehmen. „Man spricht hier mit Mut, jeder hat das Recht, gehört zu werden und zu reden.“ Er beklagte alternde christliche Gemeinden und junge Menschen ohne Antrieb, Neues zu entdecken. 

Dem 81-jährigen Pontifex liegt seit Beginn seiner Amtszeit viel am direkten Kontakt mit jungen Menschen. Die katholische Kirche in Ländern wie Deutschland leidet seit langem an Mitgliederschwund und ist für viele junge Menschen nicht mehr attraktiv.

Auch zwei von der Deutschen Bischofskonferenz ausgewählte Vertreter sind zur Vorsynode nach Rom gereist: Thomas Andonie aus Regensburg und Magdalena Hartmann aus Rottenburg in Baden-Württemberg.

dpa

stol