Dienstag, 30. Mai 2017

Papst Franziskus muss Reise in den Südsudan absagen

Trotz Bitten von Bischöfen reist Papst Franziskus dieses Jahr nicht in das Bürgerkriegsland Südsudan.

Papst Franziskus musste seine Reise in den Südsudan absagen.
Papst Franziskus musste seine Reise in den Südsudan absagen. - Foto: © LaPresse

Der Vatikan habe die Möglichkeit einer Reise geprüft, diese werde aber nicht in diesem Jahr stattfinden, sagte Sprecher Greg Burke am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur in Rom. In Teilen des Südsudans herrscht eine Hungerkrise.

Das katholische Kirchenoberhaupt hatte im März in einem Zeitungsinterview selbst auf die Notwendigkeit, aber auch Schwierigkeit einer solchen Reise hingewiesen. Am Montag hatte die Tageszeitung „Il Messaggero“ berichtet, der Argentinier habe die Reise, die ursprünglich zwischen Oktober und November angedacht gewesen sei, aus Sicherheitsgründen abgesagt.

Seit 2013 herrscht im Südsudan ein Bürgerkrieg, der mehr als 1,7 Millionen Menschen in die Flucht getrieben und die Landwirtschaft zum Erliegen gebracht hat.
Im September wird der 80-jährige Jesuit Kolumbien besuchen. Außerdem steht eine Reise nach Indien und Bangladesch auf dem Programm, einen Termin gibt es dafür aber noch nicht.

dpa

stol