Dienstag, 16. Januar 2018

Papst: „Müssen Waffen zerstören“

Zum Auftakt seiner sechsten Lateinamerikareise ist Papst Franziskus am Montagabend in Chile eingetroffen. Auf dem Flug von Rom nach Santiago de Chile äußerte Franziskus Furcht vor einem Atomkrieg.

Papst Franziskus wurde in Chile von Präsidentin Michelle Bachelet empfangen. - Foto: APA (AFP)
Papst Franziskus wurde in Chile von Präsidentin Michelle Bachelet empfangen. - Foto: APA (AFP)

„Wir sind am Limit”, so das Kirchenoberhaupt. „Ein Zwischenfall wird reichen, um einen Krieg zu entfesseln. Deshalb müssen wir die Waffen zerstören und uns für die nukleare Abrüstung einsetzen.”

Am Dienstag will Franziskus zunächst Chiles scheidende Präsidentin Michelle Bachelet sowie Priester, Bischöfe und Ordensleute treffen. Am Mittwoch reist der Papst in die südchilenische Region La Araucanía, die Heimat der Mapuche. Der 81-jährige Argentinier will dort eine Delegation der Indigenen treffen, die sich seit Jahren zum Teil mit Gewalt gegen die Ausbeutung und Zerstörung ihrer angestammten Gebiete wehren. Zu einem Gottesdienst auf einem Luftwaffenstützpunkt in Temuco werden etwa 400.000 Gläubige erwartet.

In Chile sieht sich die Kirche mit Skandalen um sexuellen Missbrauch konfrontiert. Der Papst muss daher mit Protesten von Opferhilfegruppen rechnen.

Die zweite Station seiner Lateinamerikareise führt den Papst am Donnerstag nach Peru. Dort erwartet ihn eine aufgeheizte innenpolitische Atmosphäre. Die vorzeitige Freilassung des wegen Menschenrechtsverletzungen inhaftierten ehemaligen Präsidenten Alberto Fujimori hatte in den vergangenen Wochen Proteste hervorgerufen. Am Freitag will sich Franziskus im Süden des Landes mit Vertretern von Amazonas-Völkern treffen.

apa/ag.

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stol