Dienstag, 06. März 2018

Parlamentswahlen: Italien zählt immer noch

Mehr als 36 Stunden nach Schließung der Wahllokale in Italien sind immer noch nicht alle Stimmen der Parlamentswahl ausgezählt. Auch das Innenministerium konnte keine Angaben dazu machen, wann mit einem Endergebnis gerechnet wird.

In Italien wird immer noch ausgezählt.
In Italien wird immer noch ausgezählt.

Am Dienstagmittag waren noch 27 Wahlbezirke für die Wahl der Abgeordnetenkammer und 26 Wahlbezirke für die Wahl des Senats offen. Auch die Auszählung der Stimmen der Auslandsitaliener verzögerte sich.

Die großen Gewinner der Wahl waren europakritische und rechte Kräfte. Die Movimento 5 Stelle-Protestbewegung erreichte in beiden Kammern mehr als 32 Prozent und wurde stärkste Einzelpartei. Das Mitte-Rechts-Bündnis von Ex-Ministerpräsident Silvio Berlusconi vereinte rund 37 Prozent auf sich. Davon entfielen jeweils mehr als 17 Prozent auf die Lega von Matteo Salvini, die Berlusconis Forza Italia überholte. Diese kam auf rund 14 Prozent. Allerdings kommt weder ein Bündnis noch eine Partei auf die notwendigen Mehrheiten im Parlament. (STOL hat berichtet)

Im Ausland punkteten die regierenden Sozialdemokraten, die von den in Italien lebenden Wahlberechtigten abgestraft wurden und auf rund 19 Prozent abrutschten. Es wird eine schwierige, wenn nicht unmögliche Regierungsbildung erwartet. Am Ende könnte eine Neuwahl stehen.

dpa

stol