Mittwoch, 15. Februar 2017

PD droht wegen Renzi-Comebacks die Spaltung

Der frühere Ministerpräsident Matteo Renzi, der ins Rennen um ein neues Mandat als Chef seines Partito Democratico (PD) geht, bekommt rauen Gegenwind zu spüren.

Matteo Renzi
Matteo Renzi - Foto: © LaPresse

Die linke Minderheit sucht einen Kandidaten, der als Alternative zu Renzi ins Rennen um die Parteiführung gehen könnte.

Seit seinem Rücktritt wegen der Niederlage beim Verfassungsreferendum ist Renzis Position an der Spitze von Italiens stärkster Einzelpartei geschwächt. Rivalitäten und Streitigkeiten sind an der Tagesordnung.

Zu Renzis schärfsten Gegnern zählt der ehemalige PD-Chef und glücklose Spitzenkandidat bei der Parlamentswahl 2013, Pierluigi Bersani, der die Gruppierung am Scheideweg sieht.

In der Partei habe sich bereits eine Spaltung vollzogen, nur PD-Chef Matteo Renzi tue so, als würde er davon nichts merken, kritisierte Bersani laut Medienangaben vom Mittwoch. Er beschuldigte den Ex-Premier, die PD in eine Renzi-Partei umwandeln zu wollen und dabei jede interne Kritik auszuschalten.

Renzi will um jeden Preis eine Spaltung abwenden. „Wir müssen uns zusammenreißen und gemeinsam entscheiden“, sagte er bei einem Treffen der Parteispitze am Montag. Zusammenhalt sei notwendig, um einen Sieg der Populisten in Italien zu vermeiden. Als gefährlichster Rivale für Renzis PD bei den Parlamentswahlen gilt die europakritische Cinque-Stelle-Bewegung um den Starkomiker Beppe Grillo.

apa

stol