Sonntag, 24. Dezember 2017

Perus inhaftierter Ex-Präsident Fujimori ins Krankenhaus eingeliefert

Perus inhaftierter Ex-Präsident Alberto Fujimori ist ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Perus inhaftierter Ex-Präsident Alberto Fujimori ist ins Krankenhaus eingeliefert worden. - Foto: Facebook/Alberto Fujimori Libertad
Perus inhaftierter Ex-Präsident Alberto Fujimori ist ins Krankenhaus eingeliefert worden. - Foto: Facebook/Alberto Fujimori Libertad

Der 79-Jährige wurde nach Angaben seiner Ärzte am Samstag mit Herzrhythmusstörungen in eine Klinik gebracht. Fujimori habe am Morgen zudem einen plötzlichen Blutdruckabfall erlitten, sagte sein Arzt Alejandro Aguinaga. „Er ist ein bisschen schwach“.

Mehrfach wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus

Zuletzt hatte es in Peru Gerüchte über eine mögliche Begnadigung des Ex-Staatschefs zu Weihachten gegeben. Fujimori wurde in den vergangenen Jahren mehrfach wegen gesundheitlicher Probleme im Krankenhaus behandelt.

Der Politiker, der Peru von 1990 bis 2000 mit harter Hand regierte, verbüßt seit 2005 eine 25-jährige Haftstrafe wegen Korruption und Verbrechen gegen die Menschlichkeit. 2013 war ein Gnadengesuch abgelehnt worden.

Begnadigung am Unabhängigkeitstag oder zu Weihnachten

Nach peruanischem Gesetz kann der Präsident Begnadigungen am 28. Juli, dem peruanischen Unabhängigkeitstag, oder zu Weihnachten aussprechen. Amtsinhaber Pedro Pablo Kuczynski war am Donnerstag bei einer Abstimmung im Parlament nur knapp einer Amtsenthebung wegen Korruptionsvorwürfen entgangen.

Eingeleitet wurde das Verfahren von Fujimoris Tochter Keiko, die die Präsidentenwahl 2016 nur knapp gegen den ehemaligen Wallstreet-Banker Kuczynski verloren hatte und nun die größte Oppositionspartei anführt.

Obwohl die Opposition im Parlament in der Mehrheit ist, bekamen die Gegner Kuczynskis bei der Abstimmung nicht die nötigen Stimmen zusammen. Fujimoris jüngerer Sohn Kenji war einer von neun Oppositionsabgeordneten, die sich bei der Abstimmung enthielten. Unter dem Machtkampf der Fujimori-Kinder leidet offenbar auch der Vater: Die Ereignisse der vergangenen Tage hätten den Ex-Präsidenten „angegriffen“, sagte sein Arzt Aguinaga.

apa/afp

stol