Samstag, 10. September 2016

PKK-Chef Öcalan darf nach langer Isolation Besuch in Haft empfangen

Nach langer Isolation darf der auf der türkischen Gefängnisinsel Imrali inhaftierte Chef der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK, Abdullah Öcalan, wieder Besuch empfangen.

Abdullah Öcalan (im Bild) ist seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali inhaftiert. - Archivbild
Abdullah Öcalan (im Bild) ist seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali inhaftiert. - Archivbild - Foto: © LaPresse

Anlässlich des am Montag beginnenden muslimischen Opferfestes hätten die Behörden Öcalans Bruder Mehmet Öcalan eine Besuchserlaubnis erteilt, meldete die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu am Samstag. Datum und Uhrzeit des Besuches würden geheimgehalten.

Erster Besuch seit April

Zuletzt war eine Delegation des Komitees zur Verhinderung von Folter des Europarates im April auf Imrali, um die Bedingungen der insgesamt nur vier Häftlinge dort zu überprüfen. Anwälte und Angehörige Öcalans erhielten seit April vergangenen Jahres keine Besuchserlaubnis mehr. Der PKK-Chef ist seit 1999 auf der Gefängnisinsel Imrali inhaftiert.

Aus Sorge um Öcalan waren am vergangenen Montag in der südosttürkischen Kurdenmetropole Diyarbakir 50 pro-kurdische Aktivisten in den Hungerstreik getreten, darunter fünf Parlamentarier der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP. Sie forderten, Anwälten und Angehörigen Zugang zu Öcalan zu gewähren.

dpa

stol