Mittwoch, 28. März 2018

„Playboy“ verlässt Facebook

Facebook steht im Datenskandal weiter mächtig unter Druck. Voraussichtlich wird sich Konzernchef Mark Zuckerberg nun vor dem US-Kongress erklären. Derweil verabschiedete sich das US-Magazin „Playboy“ aus dem Netzwerk.

Die US-Ausgabe des Playboy will sich aus Facebook verabschieden. - Foto: Twitter/Playboy
Die US-Ausgabe des Playboy will sich aus Facebook verabschieden. - Foto: Twitter/Playboy

Im Skandal um den Missbrauch der Daten von Millionen Facebook-Nutzern plant Unternehmenschef Mark Zuckerberg Medienberichten zufolge eine Aussage im US-Kongress. Facebook arbeitete derzeit an einer Strategie für den Auftritt des 33-Jährigen, berichtete der Sender CNN am Dienstag.

In der „New York Times“ hieß es, Zuckerberg werde im April vor dem Energie- und Handelsausschuss des Repräsentantenhauses erscheinen. Der Auftritt würde auf enormen Druck folgen, dem Facebook international ausgesetzt ist.

Mehrere Unternehmen verließen das Netzwerk oder stellten wie der Firefox-Entwickler Mozilla und der Lautsprecher-Anbieter Sonos die Werbung bei Facebook ein. So ließ der Chef des Elektroauto-Herstellers Tesla und der Raumfahrtfirma SpaceX, Elon Musk, die Unternehmensseiten entfernen. „Playboy“ zog am Mittwoch nach.

Kreativchef Cooper Hefner, Sohn des „Playboy“-Gründers Hugh Hefner verkündete auf Twitter, dass sich das Magazin mit seinen 25 Millionen Fans von Facebook zurückziehe. Die deutsche Seite des Magazins war zunächst weiter erreichbar. Die Entwicklungen rund um den Schutz der Nutzer-Daten verfolge man mit großer Sorge und man werde den weiteren Verlauf beobachten, sagte Chefredakteur Florian Boitin in München.

dpa

stol