Mittwoch, 04. März 2015

Podemos und Ciudadanos: Spaniens aufstrebende Parteien

Spaniens aufstrebende Parteien Podemos („Wir können“) und Ciudadanos („Bürger“) sind im Madrider Parlament noch nicht vertreten sind. Das soll sich bei den Wahlen im Herbst ändern.

Spaniens aufstrebende Partei Podemos findet bei den Bürgern Zuspruch.
Spaniens aufstrebende Partei Podemos findet bei den Bürgern Zuspruch. - Foto: © APA/EPA

Derzeit geben in Spanien noch die großen Parteien der Konservativen (Volkspartei/PP) und der Sozialisten (PSOE) den Ton an.

Die nächsten Wahlen im Herbst könnten der Ära des Zweiparteiensystems aber ein Ende setzen.

Auch in der autonomen Provinz Katalonien könnte sie bei den kommenden Regionalwahlen eine bedeutende Rolle spielen und den separatistischen Parteien das wasser abgraben.

PODEMOS könnte aus den nächsten Wahlen Umfragen zufolge sogar als Sieger hervorgehen. Die neue Linkspartei unter der Führung des Politik-Dozenten Pablo Iglesias wurde erst vor gut einem Jahr gegründet. Sie ging aus der Bewegung der „Empörten“ hervor und kämpft gegen die Sparpolitik sowie gegen die Macht der Banken und der etablierten Parteien an. Podemos versteht sich als eine Schwesterpartei des Linksbündnisses Syriza des griechischen Ministerpräsidenten Alexis Tsipras.

CIUDADANOS ging 2006 aus einer Initiative in Katalonien hervor, die sich gegen die Bestrebungen zu einer Abspaltung der Region von Spanien einsetzte. Die Partei entschied kürzlich, künftig nicht nur in Katalonien, sondern auch in anderen Teilen Spaniens bei den Wahlen Kandidaten aufzustellen. Sie versteht sich als sozialliberal und profitiert derzeit in der Wählergunst von den Korruptionsskandalen bei der regierenden PP. Nach einer Umfrage der Zeitung „El País“ kann sie derzeit auf zwölf Prozent der Stimmen hoffen und würde damit zur viertstärksten Kraft aufsteigen. Ihr Parteichef Albert Rivera ist danach derzeit der populärste Politiker Spaniens.

apa/dpa

stol