„Auschwitz ist in den heutigen unruhigen Zeiten eine große Lektion dafür, dass man alles dafür tun muss, um die Sicherheit und die Leben seiner Bürger zu schützen“, waren die Worte, mit denen Szydlo den Ärger ihrer Kritiker auf sich zog. Sie werteten die Rede als Kritik der Regierungspartei Recht und Gerechtigkeit (PiS) an der EU-Flüchtlingspolitik.Es hagelt ProtestePolen führt nämlich unter anderem Sicherheitsbedenken als Grund seiner Weigerung zur Flüchtlingsaufnahme an. „Solche Worte an einem solchen Ort sollten niemals aus dem Mund eines polnischen Premiers fallen“, schrieb der EU-Ratspräsident und Polens Ex-Regierungschef Donald Tusk in Anspielung auf Szydlos Rede am Mittwochabend bei Twitter. Die Regierungschefin habe die Gräueltaten von Auschwitz für ihre Anti-Flüchtlingskampagne benutzt, kritisierte Katarzyna Lubnauer von der Oppositionspartei Nowoczesna. Takie slowa w takim miejscu nigdy nie powinny pasc z ust polskiego premiera.&mdash Donald Tusk (@donaldtusk) 14. Juni 2017Szydlos Äußerungen seien aus dem Kontext gerissen und falsch interpretiert worden, wehrte ihr Sprecher Rafal Bochenek die Vorwürfe ab. „Wenn jemand es darauf anlegt, böse Absichten zu suchen, kann er sie in jeder Äußerung finden“, sagte er. Wegen Polens mangelnder Bereitschaft, sich an der 2015 beschlossenen Umverteilung von Migranten zu beteiligen, hatte die EU-Kommission diese Woche ein Vertragsverletzungsverfahren gegen Warschau, aber auch Prag und Budapest beschlossen. Polen kündigte an, sich dagegen zu wehren. Jezeli ktos chce sie doszukac zlych intencji moze je znalezc w kazdej wypowiedzi. Proponuje wysluchac cale wystapienie Premier@BeataSzydlo&mdash Rafal Bochenek (@RafalBochenek) 14. Juni 2017dpa