Montag, 14. August 2017

Präsenz der libyschen Küstenwache schreckt Schmuggler ab

Die stärkere Präsenz der libyschen Küstenwache ist nach Einschätzung der EU-Grenzschutzagentur Frontex ein Grund dafür, weshalb im Juli deutlich weniger Migranten Italien erreicht haben.

Während sich die Lage in Italien zu entspannen scheint, verschlimmert sich die Lage in Spanien.
Während sich die Lage in Italien zu entspannen scheint, verschlimmert sich die Lage in Spanien. - Foto: © LaPresse

Dies schrecke Schmuggler ab, Menschen mit Booten in Richtung Europa zu schicken, hieß es am Montag in einer Mitteilung. Schlechte Wetterbedingungen sowie Kämpfe in der libyschen Stadt Sabrata, von wo aus viele Flüchtlingsboote abfahren, seien weitere Faktoren gewesen.

Über die zentrale Mittelmeerroute zwischen Libyen und Italien hatten im Vergleich zum Juni nur noch halb so viele Migranten Europa erreicht, laut Frontex waren es 10.160 Menschen, das Innenministerium in Rom gibt die Zahl der Ankünfte mit 11.459 an. Dies sei die niedrigste Zahl für einen Juli seit 2014.

Immer mehr Flüchtlinge erreichen Spanien

Während sich die Lage für Italien zu entspannen scheint, erlebe Spanien den „größten Migrationsdruck“ seit 2009, so Frontex. Über das westliche Mittelmeer gelangten mit rund 2.300 Menschen im Juli viermal so viele nach Europa wie im Vorjahreszeitraum.

In den ersten 7 Monaten dieses Jahres lag die Zahl bereits höher als die der Ankünfte im ganzen Jahr 2016. Frontex erklärt das mit wachsender Instabilität einiger Herkunfts- und Transitländer und dem Rückbau einiger Flüchtlingscamps in Marokko und Algerien.

dpa

stol