Dienstag, 03. April 2018

Putin in Ankara: Gespräche mit Erdogan vor Syrien-Gipfel

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin ist am Dienstag zu Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan in Ankara eingetroffen. Erdogan und Putin wollten sich einen Tag vor einem Dreier-Gipfel zum Syrien-Krieg in Ankara an diesem Mittwoch zunächst bilateral beraten.

Der russische Staatspräsident Wladimir Putin ist am Dienstag zu Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan in Ankara eingetroffen.
Der russische Staatspräsident Wladimir Putin ist am Dienstag zu Gesprächen mit seinem türkischen Amtskollegen Recep Tayyip Erdogan in Ankara eingetroffen. - Foto: © APA/AFP

Auf der Tagesordnung stand nach Kreml-Angaben unter anderem das gemeinsame Vorgehen im Kampf gegen den Terrorismus. Es ist Putins erster Auslandsbesuch seit seiner Wiederwahl als Präsident. Erdogan hat sich vor dem Hintergrund von Spannungen mit dem Westen zunehmend Moskau zugewandt.

Vor ihren bilateralen Gesprächen wollten Erdogan und Putin am Dienstagnachmittag zunächst per Videoschalte dem Beginn des Baus des ersten Atomkraftwerks der Türkei beiwohnen. Federführend bei der Errichtung des Atomkraftwerks Akkuyu an der Mittelmeerküste in der südtürkischen Provinz Mersin ist der staatliche russische Konzern Rosatom. Die Baukosten für das AKW Akkuyu werden auf 20 Milliarden Dollar (16,2 Milliarden Euro) geschätzt.

An dem Syrien-Gipfel am Mittwoch in Ankara nimmt dann auch der iranische Präsident Hassan Ruhani teil. Erdogan, Putin und Ruhani wollen darüber beraten, wie der dort seit 2011 anhaltende Bürgerkrieg beendet werden kann. Aus dem Land sind gut fünf Millionen Menschen geflohen, rund sechs Millionen sind innerhalb Syriens auf der Flucht. Rund 500 000 Menschen wurden getötet.

Russland und der Iran unterstützen den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad, die Türkei dagegen die Opposition. Die drei Staaten sind die Garantiemächte im sogenannten Astana-Prozess. Bei den Verhandlungen in der kasachischen Hauptstadt Astana geht es vor allem um Waffenruhen in Syrien.

dpa

stol