Donnerstag, 25. Juni 2015

Radverbindung: Tirol rückt näher zusammen

Der Landtagsabgeordnete der Süd-Tiroler Freiheit, Bernhard Zimmerhofer, fordert in einem Beschlussantrag die Verwirklichung einer Fahrradverbindung zwischen dem Nord-Tiroler Zillertal und dem Südtiroler Ahrntal über das Hundskehljoch. Damit würden, so Zimmerhofer, die Tiroler Landesteile wieder ein Stück näher zusammenrücken.

L.-Abg. Bernhard Zimmerhofer
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L.-Abg. Bernhard Zimmerhofer

Zimmerhofer schreibt: „Der Radsport, und dabei insbesondere das Mountainbike und das E-Bike, erfreuen sich bei Einheimischen und Feriengästen zunehmender Beliebtheit. Um diesem Trend auch Rechnung zu tragen, würde sich ein Radweg über das Hundskehljoch sehr gut anbieten. Entsprechende Vorgespräche zwischen den Bürgermeistern der angrenzenden  Gemeinden beider Talschaften hat es bereits gegeben, aber bislang leider ohne konkrete Ergebnisse.“

Das Hundskehljoch liegt auf einer Höhe von 2557 m. Die Entfernung des Fahrweges/Forstweges auf Süd-Tiroler Seite (Waldneralm) betragen ca. 2,5 km und der Höhenunterschied 471 m. Auf Nord-Tiroler Seite (Zollwachhütte) betragen die Entfernung ca. 3.5 km und der Höhenunterschied 610 m. Die Abfahrten auf Süd-Tiroler Seite würden über die Waldneralm nach Prettau und/oder über die Samhütten nach St. Peter geführt.

Genauso wie der Brennerbasistunnel die Zulaufstrecken benötige, müssten laut Zimmerhofer parallel auch für den zu errichtenden Fahrradübergang die erforderlichen Zulaufstrecken und Infrastrukturen verwirklicht werden. Doch leider gebe es bislang auf Ahrntaler Gemeindegebiet nur den bestehenden Radweg von St. Peter bis nach St. Jakob. Notwendige Infrastrukturen wären z.B. E-Bike Ladestationen, ein Radservicezentrum mit Fahrradverleih und -reparatur, Shuttledienst und Gastbetrieb.

Abschließend fasst Zimmerhofer die Vorteile zusammen: Es wäre ein weiterer Schritt zum Zusammenwachsen der Tiroler Landesteile im Sinne der Europaregion Tirol.

Diese Radverbindung würde einen starken touristischen bzw. wirtschaftlichen Impuls gerade für ein Gebiet wie das obere Ahrntal bedeuten, das von akuter Abwanderung betroffen ist.

Arbeitsplätze würden geschaffen. Der internationale Werbeeffekt, insbesondere durch das renommierte „Trans-Alp-Challenge“-Rennen (im Jahr 2015 mit Teilnehmern aus 40 Ländern!) wäre sehr hoch.

Die Eingriffe in die Natur wären minimal und würden kein Naturschutzgebiet betreffen; zudem würde der Übergang nur von umweltfreundlichen E-Bikes und Fahrrädern genutzt.

Jede Bewegung in der freien Natur ist ein wichtiger Beitrag zur körperlichen Gesundheit.

L.-Abg. Bernhard Zimmerhofer, Süd-Tiroler Freiheit 

Süd-Tiroler Freiheit, Ahrntal

stol