Donnerstag, 22. März 2018

Regierung: Schlimmste Wasserkrise im Iran seit 50 Jahren

Die iranische Regierung hat angesichts der schlimmsten Wasserkrise seit einem halben Jahrhundert zu einem sparsameren Verbrauch aufgerufen. Alle Iraner müssten sich auf wasserarme Zeiten einstellen, mahnte Vizepräsident Issa Kalantari, der auch Chef der Umweltbehörde ist, am Donnerstag.

Alle 81 Millionen Iraner müssten lernen, weniger Wasser zu verbrauchen.
Alle 81 Millionen Iraner müssten lernen, weniger Wasser zu verbrauchen. - Foto: © shutterstock

Alle 81 Millionen Iraner müssten lernen, weniger Wasser zu verbrauchen. Nur so könne die besonders betroffene Landwirtschaft gerettet werden. Schon ein Liter Wasser weniger am Tag würde allen enorm helfen, sagte Kalantari laut der Nachrichtenagentur Isna.

Nach Einschätzung Kalantaris ist das Thema Wasserkrise für die Menschen im Land weitaus wichtiger als die politischen Querelen um das iranische Atomprogramm. Viele Iraner sehen dies genauso. Sie kritisieren Milliarden-Investitionen in das Atomprogramm sowie in regionalen Krisen wie in Syrien und im Jemen. Für dringende Probleme wie Luftverschmutzung und Wassermangel steht dagegen aus ihrer Sicht nicht ausreichend Geld zur Verfügung.

dpa

stol