Dienstag, 19. Mai 2015

Regierungsgegner in Burundi setzen Proteste fort

Trotz Warnungen des Militärs haben in Burundi erneut tausende Menschen gegen den umstrittenen Staatschef Pierre Nkurunziza protestiert.

Foto: © APA/EPA

In mehreren Vierteln der Hauptstadt Bujumbura gingen die Gegner des Präsidenten am Dienstag auf die Straße, um nach dem gescheiterten Staatsstreich den Rücktritt Nkurunzizas zu fordern.

Soldaten feuerten Warnschüsse ab, um die Versammlungen aufzulösen. Vereinzelt kam es zu Zusammenstößen mit den Sicherheitskräften.

Die Anführer der Proteste riefen ihre Anhänger dazu auf, „trotz der Bedrohungen“ weiter zu demonstrieren. „Wir haben gezeigt, dass die Burundier für ihre Rechte kämpfen können“, sagte der Vize-Vorsitzende der Oppositionspartei Frodebu, Frederic Banvugiyuvira, bei einer Kundgebung vor tausenden Regierungsgegnern.

„Wenn Nkurunziza will, dass wir die Straßen räumen, dann muss er zurücktreten.“ Banvugiyuvira distanzierte sich gleichzeitig von den Putschisten, deren Umsturzversuch in der vergangenen Woche gescheitert war.

apa/afp

stol