Dienstag, 13. Dezember 2016

Regimetreue Truppen töten Zivilisten in Aleppo

In Aleppo wird die Lage für die Zivilbevölkerung immer dramatischer. Die UN fordern daher erneut eine Feuerpause, um den verbliebenen Zivilisten zu helfen. Die sind großen Gefahren ausgesetzt.

Die Lage in Aleppo wird für Zivilisten immer bedrohlicher.
Die Lage in Aleppo wird für Zivilisten immer bedrohlicher. - Foto: © APA/AFP

Syrische Pro-Regierungstruppen haben nach UN-Angaben bei ihrer Offensive in Ost-Aleppo mindestens 82 Zivilisten getötet. Die Vereinten Nationen hätten Berichte erhalten, nach denen regimetreue Truppen in den Rebellengebieten in Häuser eingedrungen seien und Menschen getötet hätten, sagte UN-Sprecher Rupert Colville am Dienstag in Genf.

Man habe die schlimmsten Vorahnungen für diejenigen Verbliebenen, die sich noch in der „letzten höllischen Ecke“ der Oppositionsgebiete in Aleppo aufhielten.

Den UN-Informationen zufolge wurden zudem zahlreiche Zivilisten inhaftiert. Angesichts der Situation rief der UN-Nothilfekoordinator für Syrien, Jan Egeland, Russland und die syrische Führung dazu auf, eine Feuerpause in der umkämpften Stadt Aleppo zuzulassen. Dann könnten Verletzte und andere gefährdete Gruppen aus den Trümmern der Metropole geholt werden, schrieb Egeland auf Twitter. Moskau und Damaskus seien rechenschaftspflichtig für alle Gräueltaten, die Regierungstruppen und verbündete Milizen derzeit in Aleppo verübten.

Aleppo kurz vor dem Fall

In der umkämpften nordsyrischen Stadt stehen die Rebellen kurz vor einer Niederlage. Im Osten der Stadt kontrollieren sie nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte nur noch knapp drei Prozent ihres bisherigen Einflussgebietes. Die syrische Armee geht derzeit zusammen mit Verbündeten massiv gegen die Aufständischen in der früheren Rebellenhochburg vor.

dpa

stol