Montag, 28. August 2017

Rom richtet mit afrikanischen Ländern Task Force ein

Bei einem Gipfeltreffen in Rom hat sich Italien mit Libyen, Niger, Tschad und Mali über die Einrichtung einer Task Force in Bezug auf die Flüchtlingsproblematik geeinigt.

Bei einem Gipfeltreffen in Rom hat sich Italien mit Libyen, Niger, Tschad und Mali über die Einrichtung einer Task Force in Bezug auf die Flüchtlingsproblematik geeinigt.
Bei einem Gipfeltreffen in Rom hat sich Italien mit Libyen, Niger, Tschad und Mali über die Einrichtung einer Task Force in Bezug auf die Flüchtlingsproblematik geeinigt. - Foto: © LaPresse

Sie soll Strategien im Kampf gegen Menschenhandel entwickeln und Hilfsprogramme in Afrika fördern. Die Meeres- und Landesgrenzen in Afrika sollen besser geschützt werden, hieß es in einer Presseaussendung des Innenministeriums in Rom.

Die Internationale Migrantenorganisation (IOM) und das UNO-Flüchtlingshochkommissariat (UNHCR) sollen bei einem Plan zur Einrichtung von Flüchtlingszentren in Niger und im Tschad eingebunden werden. In Libyen sollen die bestehenden Aufnahmezentren für Geflüchtete an internationale humanitäre Standards angepasst werden. Hinzu soll mit EU-Hilfe die freiwillige Rückführung afrikanischer Migranten gefördert werden, die Europa bereits erreicht haben.

Intensiver Austausch mit Tschad, Niger und Mali

Nachdem Innenminister Marco Minniti Anfang August einen intensiven Austausch mit den Bürgermeistern von 14 libyschen Städten begonnen hatte, soll ein ähnlicher Dialog auch mit Stadtchefs aus dem Tschad, Niger und aus Mali aufgenommen werden.

Rom bekräftigte auch die Notwendigkeit, die libysche Küstenwache aufzustocken und Libyen bei der Schaffung einer Grenzpolizei zu unterstützen. „Besonders wichtig sind außerdem Initiativen für die Entwicklung einer lokalen Wirtschaft, die als Alternative zum illegalen Handel dienen soll“, hieß es in der Presseaussendung des Innenministeriums.

Die Zusammenarbeit mit Libyens Küstenwache zur Bekämpfung des Menschenhandels habe bisher positive Resultate gezeigt, wie die stark rückgängige Zahl der Ankünfte in Italien seit Juli bezeuge.

apa

stol