Samstag, 17. Februar 2018

Russische Politiker weisen US-Anklage als lächerlich zurück

Russische Politiker haben die Anklage gegen 13 Russen wegen angeblicher Beeinflussung des US-Wahlkampfs als lächerlich zurückgewiesen.

Bekanntgabe der Anklage in Washington. - Foto: APA (AFP/GETTY)
Bekanntgabe der Anklage in Washington. - Foto: APA (AFP/GETTY)

„Das alles kommt dem Wahnsinn sehr nahe”, sagte der Vorsitzende des Außenausschusses des Parlaments, Leonid Sluzki. Das Vorgehen der USA erinnere ihn eher an eine Hollywood-Komödie und sei Teil einer russenfeindlichen Kampagne, sagte er der Agentur Interfax. 

13 Russen angeklagt

Zuvor hatte der US-Sonderermittler Robert Mueller 13 Russen wegen des Versuchs angeklagt, die Präsidentenwahl 2016 zu beeinflussen. Sie hätten mit ihren Aktionen schon 2014 begonnen, heißt es in der am Freitag vom Justizministerium veröffentlichten Klageschrift einer Grand Jury. Zudem werden auch drei russische Einrichtungen angeklagt.

Der Außenpolitiker Konstantin Kossatschow betonte, dass die USA sich mit dem Vorgehen nur selbst schadeten. Einzelpersonen könnten nie einen derartigen Einfluss auf das amerikanische System haben, sagte er. „Wenn das alles der Realität entsprechen würde, wären die USA ein Koloss auf tönernen Füßen.”

Trump spricht von einer Hexenjagd

Die Anklage ist in der lange wogenden Affäre um eine Wahleinmischung ein sehr großer Schritt. US-Präsident Donald Trump bezeichnet Ermittlungen, die auch eine etwaige Zusammenarbeit seines Wahlkampfteams mit Moskau untersuchen, als Hexenjagd.

apa/dpa

stol