Donnerstag, 16. April 2015

„Sache ist erledigt“

Vom Ausschluss aus der SVP nicht betroffen sind Vizebürgermeister Markus Larch und Stadträtin Christine Eisendle Recla, die für die Liste „Für Sterzing Wipptal“ kandidieren: Sie sind nämlich bereits zuvor offiziell aus der Partei ausgetreten.

Die SVP hat Parteiausschlüsse beschlossen. Foto/Copyright: D
Badge Local
Die SVP hat Parteiausschlüsse beschlossen. Foto/Copyright: D

„Ich bin schon vor Wochen ausgetreten, weil mir der Solidaritätsbruch zwischen der Landeshauptstadt und der sogenannten Peripherie – und das nicht nur auf das Krankenhaus bezogen – missfällt“, teilt Larch mit.

 „Es war ein Hilferuf bis zum letzten Moment. Aber da ich feststellen musste, dass der Hilferuf nicht gehört wird, bin ich ausgetreten“, meint Eisendle Recla dazu. Auch Armin Wegscheider, Kandidat der Liste „Für Sterzing Wipptal“, sei wie sie vergangene Woche aus der SVP ausgetreten.

 Stadtrat Herbert Seeber erklärt: „Ich bin zwar nicht offiziell aus der SVP ausgetreten, habe aber für 2015 kein Parteikartl bekommen und werde auch nie eines haben. De facto war ich also 2015 nie Parteimitglied. Damit ist für mich die Sache erledigt“. Seine Gründe, warum er nicht mehr für die SVP antrete, seien klar. „Das Kleine Edelweiß stellt für mich nach wie vor keine Alternative dar“, meint er.

„Die SVP ist mir um einen Tag zuvorgekommen, denn ich hätte bzw. habe heute (gestern, Anm. der Red.) meinen Austritt aus der Partei mitgeteilt. Wenn man uns vorwirft, wir möchten weiterhin die Vorteile der Partei wahrnehmen, dann frage ich mich, welche Vorteile das sein sollen“, sagt Stadträtin Maria Luise Troyer.

Bürgermeister Fritz Karl Messner erklärte bereits am Montag, dass der Ausschluss aus der Partei für ihn nicht überraschend komme. „Unser Schritt ist sehr konsequent und im Interesse der Bevölkerung, die ein Problem hat mit der Schwächung der Peripherie, mit SEL- und Rentenskandal hat“, meinte er.

mf

stol