Montag, 04. Juni 2018

Schwarze Nudeln: ist Pflanzenkohle gesund?

Es ist ein neuer Lebensmittel-Trend: Croissants, Nudel oder Pizza in schwarz. Dabei stammt die dunkle Färbung von Lebensmitteln eigentlich aus Asien. Die Verbraucherzentrale Südtirol (VZS) hat untersucht ob Pflanzenkohle, die für die dunkle Färbung verantwortlich ist, überhaupt gesund ist.

Für Personen, die nur gelegentlich schwarze Speisen essen, besteht kein Grund zur Sorge.
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Für Personen, die nur gelegentlich schwarze Speisen essen, besteht kein Grund zur Sorge. - Foto: © shutterstock

Pflanzenkohle, auch Aktivkohle genannt ist als Lebensmittelfarbstoff mit der Nummer E 153 zugelassen. Bisher wurde Pflanzenkohle vor allem als Färbemittel für Käserinde, Dragees, Arzneimittel und Kosmetika verwendet. Gewonnen wird Pflanzenkohle – sie besteht zu mindestens 95 Prozent aus reinem Kohlenstoff – durch das Verkohlen von pflanzlichen Materialien wie Holz, Torf oder Nussschalen und anschließende Reinigung.

Heilende Wirkung

Pflanzenkohle soll gesund sein, Blähungen verhindern, entgiften und bei Kater oder Jetlag helfen. In der Medizin wird sie als „medizinische Kohle“ zum Binden von Giften und als Mittel gegen Durchfall verwendet.

Als Lebensmittelzusatzstoff gilt Pflanzenkohle als unbedenklich, und für Personen, die nur gelegentlich schwarze Speisen essen, besteht kein Grund zur Sorge. Ein häufiger Verzehr kann jedoch zu Vitamin- und Mineralstoffmängeln sowie zu Verstopfung führen. Die Pflanzenkohle bindet nämlich sowohl unerwünschte Stoffe als auch für den Körper wertvolle Nährstoffe, so dass diese für den Körper nicht mehr verfügbar sind. Sogar die Wirkung von Medikamenten wird durch Pflanzenkohle beeinflusst, wissen die Experten der VZS.

Unerlaubt im Brot

Für die Herstellung von Brot und für andere Lebensmittel, die durch Zusatzstoffe nicht verändert werden dürfen, ist der Zusatz von Pflanzenkohle übrigens nicht erlaubt.

stol

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