Montag, 28. März 2016

Seit Juli mehr als 4000 Menschen bei Armeeoffensive in Türkei getötet

Bei der Militäroffensive gegen die verbotene kurdische Arbeiterpartei PKK im Südosten der Türkei sind nach einem Bericht innerhalb von acht Monaten mehr als 4000 Menschen getötet worden.

Foto: © APA/EPA

Die staatliche Nachrichtenagentur Anadolu berichtete am Montag, die Armee habe seit Juli vergangenen Jahres rund 3600 PKK-Kämpfer getötet. Zudem seien 355 Sicherheitskräfte und 285 Zivilisten ums Leben gekommen.

Insgesamt seien mehr als 5000 PKK-Kämpfer „außer Gefecht“ gesetzt worden, darunter seien unter anderem rund 600 Gefangene und Hunderte Verwundete. Die PKK bestätigte die Zahl der getöteten Kämpfer nicht.

Nach Angaben der pro-kurdischen Oppositionspartei HDP kamen seit Juli rund 500 Menschen ums Leben, die bislang nicht als Kämpfer identifiziert wurden und unter denen die meisten Zivilisten gewesen sein sollen.

Im Juli war ein Waffenstillstand zwischen PKK und türkischer Regierung gescheitert. Die Türkei geht seit Monaten in einer Großoffensive gegen die PKK in der Südosttürkei vor. In mehreren Bezirken galten wochenlang Ausgangssperren. Zurzeit gelten Ausgehverbote in den Städten Sirnak, Nusaybin und Yüksekova.

dpa

stol