Samstag, 29. August 2015

Slowakei wirft EU „absolutes Versagen“ in der Flüchtlingspolitik vor

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico bescheinigt Europa „absolutes Versagen“ in der Flüchtlingskrise. Die Ängste der Menschen in der Slowakei und in ganz Europa würden nicht ernst genommen, sagte der Linkspolitiker am Samstag.

Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico - Archivbild
Der slowakische Ministerpräsident Robert Fico - Archivbild - Foto: © LaPresse

„Lasst uns nicht so tun, als ob wir das Problem lösen könnten, indem wir alle mit offenen Armen empfangen“, sagte er der Agentur TASR zufolge in Banska Bystrica.

Fico sprach sich für „Sicherheitszonen“ an den EU-Außengrenzen und einen EU-Afrika-Gipfel zur Migration aus. Für Montag berief er zu dem Thema den Nationalen Sicherheitsrat seines Landes ein. Er bekräftigte zudem seinen Widerstand gegen verpflichtende Quoten für die Umverteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU.

Fico fügte hinzu: „Wie sollen wir denn Menschen mit einer ganz anderen Lebensweise und Religion integrieren, wenn wir nicht in der Lage sind, unsere eigenen Roma-Mitbürger zu integrieren.“

Menschenrechtsorganisationen kritisieren in der Tat seit langem eine systematische Diskriminierung der Roma-Minderheit, die bereits seit Jahrhunderten in der Slowakei ansässig ist.

apa/dpa

stol