Mittwoch, 14. September 2016

Solidarität in der Flüchtlingskrise muss „von Herzen“ kommen

Solidarität bei der Verteilung von Flüchtlingen kann nach Ansicht des EU-Kommissionspräsidenten Jean-Claude Juncker nicht erzwungen werden.

Jean-Claude Juncker
Jean-Claude Juncker - Foto: © LaPresse

„Solidarität muss freiwillig sein“, sagte Jean-Claude Juncker bei seiner Rede zur Lage der Union vor dem Europaparlament am Mittwoch in Straßburg. „Solidarität muss von Herzen kommen.“

Er sei dennoch davon überzeugt, dass mehr davon notwendig sei. Juncker rief deshalb die Slowakei, die derzeit die EU-Ratspräsidentschaft innehat, dazu auf, die Meinungsverschiedenheiten zwischen den EU-Staaten zu lösen.

Theoretisch haben die Mitgliedstaaten beschlossen, bis zu 160.000 Asylsuchende aus Italien und Griechenland innerhalb der EU zu verteilen. Erledigt waren aber bis Juli aber nur gut 3000 Fälle. Vor allem Ungarn, die Slowakei, Tschechien und Polen weigern sich, Flüchtlinge aufzunehmen.

apa/dpa

stol