Montag, 11. September 2017

Somalia: Mindestens 17 Tote bei Al-Shabaab-Angriff

Bei einem Angriff der islamistischen Terrormiliz Al-Shabaab auf einen Ort an der Grenze zu Kenia sind mindestens 17 Menschen getötet worden.

In den vergangenen Jahren kam es in Somalia immer wieder zu Kämpfen. Symbolbild
In den vergangenen Jahren kam es in Somalia immer wieder zu Kämpfen. Symbolbild - Foto: © APA/AFP

Ein Selbstmordattentäter habe sich in einem Auto bei einem Militärstützpunkt außerhalb des Ortes Beled Hawo im Südwesten Somalias in die Luft gesprengt, sagte am Montag ein regionaler Befehlshaber der somalischen Streitkräfte, Siyad Abdi Kalil.

Schwer bewaffnete Kämpfer hätten dann die Kontrolle über Teile des Ortes übernommen. Somalische und kenianische Soldaten konnten die Kämpfer später aus dem Ort vertreiben. Bewohnern zufolge sind während der Kämpfe Dutzende Menschen über die Grenze nach Kenia geflohen.

Somalische Soldaten unter den Toten

7 der Getöteten seien somalische Soldaten, der Rest Al-Shabaab-Kämpfer, sagte Kalil. Allerdings könne die Zahl der Todesopfer – Zivilisten sowie Soldaten – deutlich höher sein, hieß es aus Regierungskreisen in Mogadischu. Al-Shabaab reklamierte den Angriff via den Radiosender Andalus für sich und erklärte, ihre Kämpfer hätten mehr als 20 somalische Soldaten getötet.

Die sunnitischen Extremisten kämpfen seit Jahren um die Vorherrschaft in Somalia. Sie wollen in dem Land am Horn von Afrika einen sogenannten Gottesstaat errichten.

Eine 22.000 Mann starke Truppe der Friedenstruppe der Afrikanischen Union (AU) unterstützt die somalischen Streitkräfte im Kampf gegen die Gruppe. An der Mission sind mehrere afrikanische Staaten beteiligt.

dpa

stol