Mittwoch, 10. Januar 2018

Südeuropa-Gipfel startet in Rom mit Schwerpunkt Flüchtlingskrise

Die Staats- und Regierungschefs von sieben südeuropäischen Ländern tagen ab Mittwochabend in Rom, um über Strategien gegen die Flüchtlingskrise zu beraten. Am Gipfeltreffen beteiligen sich neben Gastgeber Italien auch Frankreich mit Präsident Emmanuel Macron, Spanien, Portugal, Griechenland, Malta und Zypern.

Am Gipfeltreffen in Rom beteiligen sich neben Gastgeber Italien auch Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Malta und Zypern.
Am Gipfeltreffen in Rom beteiligen sich neben Gastgeber Italien auch Frankreich, Spanien, Portugal, Griechenland, Malta und Zypern. - Foto: © shutterstock

Nach Beginn der Gespräche folgen am Mittwochabend eine gemeinsame Pressekonferenz und ein Arbeitsessen. Die Gespräche werden am Donnerstag fortgesetzt. Es handelt sich um das vierte Treffen in diesem Format seit der ersten Begegnung im September 2016 unter Vorsitz des griechischen Premierministers Alexis Tsipras. Weitere Treffen folgten im Jänner 2017 in Lissabon und im April 2017 in Madrid.

Neben der Flüchtlingsproblematik werden auch die Zukunft des Euroraums, die Förderung des Wachstums und der Investitionen sowie der Kampf gegen Arbeitslosigkeit im Mittelpunkt des Treffens stehen. Ein Thema sind auch die Europawahlen 2019 mit der Einführung von transnationalen Wahllisten.

Italien will Kooperation mit Libyen ausbauen

Italien will die 2017 errungenen Resultate im Kampf gegen die illegale Migration hervorheben. Seit Anfang 2017 sind 119.310 Migranten von Libyen aus in Italien eingetroffen, das sind 34 Prozent weniger als im 2016. Im Vorjahr hatten 181.436 Flüchtlinge das Land erreicht. Allein im Dezember sank die Zahl der Flüchtlinge gegenüber dem Vergleichsmonat 2016 um 73 Prozent auf 2.268, teilte das italienische Innenministerium in Rom mit.

Die Zusammenarbeit mit der libyschen Küstenwache zur Bekämpfung des Menschenhandels habe bisher „positive Resultate“ gezeigt, teilte das Innenministerium mit. Die Kooperation mit Libyen gegen die illegale Migration solle ausgebaut werden, hieß es in Rom.

apa

stol