Freitag, 08. Dezember 2017

Südtiroler Junggärtner in der Toskana

Die Toskana mit ihren gartenbaulichen Schönheiten, kulturellen Erlebnissen und gastronomischen Highlights war das Ziel einer Gruppe von Junggärtnern bei ihrer jährlichen Herbstlehrfahrt. Fachliche Weiterbildung und kulturelle Besichtigungen standen auf dem abwechslungsreichen Programm der viertägigen Reise.

Die Junggärtner im Obstbaubetrieb der Südtiroler Baumschule Gruber- Genetti. - Foto: Südtiroler Junggärtner
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Die Junggärtner im Obstbaubetrieb der Südtiroler Baumschule Gruber- Genetti. - Foto: Südtiroler Junggärtner

Auf der Hinfahrt wurde in der Nähe von Verona der Obstbaubetrieb der Südtiroler Baumschule Gruber-Genetti besichtigt. Die Baumschule produziert dort in ihren der neuesten Technik entsprechenden Anlagen Äpfel, Kirschen und Blaubeeren.

Weiter ging die Fahrt nach Modena, der Heimat des „Aceto Balsamico“. In der „Acetaia Leonardi“ konnte Wissenswertes über den Herstellungsprozess erfahren werden. Die Qualität des Aceto Balsamico bei der abschließenden Verkostung überzeugte alle Teilnehmer.

Besichtigung der Baumschulen

Bestens ausgeruht in Viareggio an der toskanischen Küste, ging es am zweiten Tag in das Baumschulzentrum Italiens - nach Pistoia. Dort wurden die unterschiedlich großen Baumschulen „Vanucci Piante“ - eine der größten italienischen Bauschulen für gärtnerische Gehölze und die etwas kleineren Baumschule „Romiti Vivai“ besichtigt. Interessant war, neben der unterschiedlichen Größe, die verschiedenen Bewirtschaftungstechniken und Firmenphilosophien der beiden Baumschulen in Erfahrung zu bringen.

Tradition hat in Pistoia und Umgebung auch die handwerkliche Herstellung der Impruneta-Terracotta. Das sind mit besonders hohen Temperaturen gebrannte Terracottagefäße, dessen Ausgangsmaterial - der einzigartige Ton - aus Impruneta stammen muss. Die Gefäße von „Archeo“ zeichnen sich durch handwerkliche Herstellung, besonders hohe Witterungs- und Frostfestigkeit aus.

Abgerundet wurde der Abend mit einem Abstecher nach Lucca mit seiner bemerkenswerten Befestigungsanlage und der weltberühmten Altstadt mit der Piazza dell' Anfiteatro und dem Torre Guinigi. Angekommen im Hotel in Viareggio haben einige mutige Gärtner und Gärtnerinnen noch den Sprung ins kalte Nass des Mittelmeers gewagt.

Marmorwerke von Massa-Carrara 

Am vorletzten Tag stand die Besichtigung der Marmorwerke von Massa-Carrara auf dem Programm. Der weltweite bekannte Carrara Marmor wird dort in großen Mengen im Tageabbau abgebaut. Die waghalsige Fahrt mit dem Jeep zur Besichtigung mehrerer der über hundert „Cave di marmo“ stellten sicherlich einen Höhepunkt der Reise dar. Nach dem Mittagessen ging es mit dem Zug entlang von La Spezia in Richtung Cinque Terre. 

Neben der fachlichen Weiterbildung standen die Geselligkeit, der Genuss der allbekannten toskanischen Küche, der private Austausch und das Knüpfen neuer Freundschaften im Mittelpunkt.

stol

stol